09.09.2020

Der Sommerurlaub zwischen skurril und glücklich

Die Österreicher haben trotz der Coronapandemie ihren Sommerurlaub genossen, wie eine Online-Umfrage des Wellnesshotelführers RELAX Guide zeigt. Gleichzeitig galt es Gelassenheit zu zeigen wegen Maskenpflicht bei Rückenmassagen, Chaos am Buffet und leergeräumten Zimmern.

Der überwiegende Teil der 2.458 Befragten zeigten sich in ihrer Auszeit "sehr glücklich". Auf einer hundertteiligen "Glücksskala" erreichte der Sommerurlaub einen Durchschnittswert von 87. „Das wäre sogar in einem normalen Jahr ein extrem guter Wert“, unterstreicht RELAX Guide-Herausgeber Christian Werner. Erstaunliche 76 Prozent waren auch nicht besorgt, sich mit dem Virus anzustecken.  Für 14 Prozent wirkte sich die Pandemie sogar „eher positiv“ bzw. „positiv“ auf ihren Urlaub aus. 29 Prozent sahen Nachteile.

Die gute Lage zahlt sich aus

Laut Umfrage die größte Herausforderung war, während der Pandemie ein geeignetes Hotel zu finden. „Die Häuser in guten Lagen waren schnell ausgebucht. Die große Nachfrage trieb teilweise auch die Preise der Zimmer extrem in die Höhe“, erklärte Werner. War der Gast dann eingecheckt, war er durchaus zufrieden. 88 Prozent gaben an, dass ihr Urlaubshotel die Situation ernst nahm. Nur zwölf Prozent zeigten sich unzufrieden. Größte Ärgernisse der Urlauber war Gedränge bei Buffets oder unklare Vorgaben seitens des Personals.

Tatsächlich sagten auch 91 Prozent der Befragten, dass sie noch dieses Jahr – sofern die Situation in etwa gleich bleibt – einen weiteren Urlaub machen werden. Österreich ist als Zieldestination dabei weiter hoch im Kurs: 65 Prozent wollen in ihrer Heimat ihre Auszeit verbringen. 

Die Skurrilität fuhr mit

Die Befragten berichteten aber auch über ihre schrägsten Erlebnissen auf der Reise. So wurden scheinbar in manchen Häusern - angeblich wegen der Coronagefahr - die Zimmer einfach nicht mehr gereinigt. Andere Betreiber ließen die Zimmer überhaupt gleich ausräumen, um weniger desinfizieren zu müssen. Also keine Bademäntel, keine Gläser und eine leere Minibar. Handtücher und auch Klopapier mussten an der Rezeption abgeholt werden, so ein Erlebnisbericht.

Teilweise mangelhaft wurde die Mund-Nasen-Schutz-Disziplin einiger Hotelmitarbeiter bemängelt, die den Schutz irgendwo am Kinn hängen hatten. Auch die Buffet-Situation sorgte mancherorts für Verwunderung. „Die Regelungen waren teilweise wirklich völlig willkürlich. In der Früh gab es Buffet, abends nicht. In einem Haus wurde zwar das Salatbuffet abgebaut, dafür gab es eines für Desserts. Manche Häuser führten beschränkte Personenkontingente ein, die lange Wartezeiten mit sich brachten - und das mitunter in der prallen Sonne. Eine Userin beklagte sogar, dass eine Person dabei kollabierte", so Werner.

Mitunter wurden die Sicherheitsmaßnahmen auch ein wenig übertrieben. Ein „Highlight“ war das vorgeschriebene Tragen einer Maske bei Rückenmassagen oder ein Saunabesuch nur mit Termin, berichtet der RELAX Guide. Für Ärger sorgten auch Sicherheitsversprechen, die nicht eingehalten wurden. „Fix zugesagte Vorkehrungsmaßnahmen - wie kein Buffet bzw. Plexiglaswand vor dem Buffet, Masken für Kellner oder Bodenmarkierung wurden an Ort und Stelle dann plötzlich nicht angeboten oder eingehalten. Das ist angesichts der Verunsicherung vieler Gäste wirklich eine Schweinerei", so der Herausgeber. 

www.relax-guide.com

 

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