03.01.2020

Der Tourismus im Regierungsprogramm

"Für Österreich ist der Tourismus in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung" heißt es im Regierungsprogramm von Türkis und Grün (anbei zum Download). Tatsächlich sollen einige zentrale Forderungen der Tourismuswirtschaft von der kommenden Regierung umgesetzt werden.

Eine Auswahl der zentralen Elemente des Regierungsprogramms zum Bereich Tourismus:

  • Umsetzung von Maßnahmen auf Grundlagen der existierenden Leitlinien des Plans T mit laufendem und zeitnahem Monitoring.
  • Eine Schwerpunktsetzung im Bereich Digitalisierung, unter anderem die Unterstützung touristischer Unternehmen beim Umstieg und beim Einsatz digitaler Anwendungen. Außerdem Schulungen im Direkt- und Plattformbetrieb.
  • Um Synergien zu nutzen, sollen Österreich Werbung und die AußenwirtschaftCentren der WKO zukünftig noch enger zusammenarbeiten und ein weltweites Netz für die österreichischen Destinationen und Betriebe bilden.
  • Die ÖW soll Urlaub im eigenen Land zukünftig noch viel stärker bewerben. Sonderbudgets soll es vorranging für nachhaltigen Tourismus, im Sinne von Klima- und Umweltschutz sowie Digitalisierung (Data Hub) geben.
  • Die gewerbliche Tourismusförderung seitens der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) wird ab 2021 mit Fokus auf Familienbetriebe neu ausgerichtet und durch die Zusammenführung der Haftungsrahmen für die Tourismusbetriebe auf 575 Mio. Euro sowie die Schaffung eines mit 50 Mio. Euro dotierten Eigenkapitalfonds gestärkt. Neugestaltung der Richtlinien der ÖHT 2020 und Inkrafttreten mit Beginn 2021.
  • Unterstützung der besonders durch den Klimawandel bedrohten Regionen in Richtung ganzjähriger Tourismuskonzepte.
  • Mehr Gerechtigkeit: Neben der Aufzeichnungspflicht für Plattformen soll auch eine Registrierungspflicht für alle touristischen Vermieter eingeführt werden. Auf Online-Buchungsplattformen dürfen nur beim Finanzministerium registrierte Unterkünfte angeboten werden. Und die Nutzung Nutzung von privatem Wohnraum für touristische Zwecke wird auf maximal 90 Tage eines Jahres begrenzt.
  • Entlastung für Tourismusbetriebe soll unter anderem die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen bringen. Ein großer Wurf, wenn er denn so kommt, ist die Anpassung von Abschreibungszeiträumen an die tatsächliche Nutzungsdauer.
  • Auch eine Erleichterung der familiären Betriebsübergabe durch gesetzliche und steuerliche Rahmenbedingungen soll kommen.
  • Schulsportwochen sollen zukünftig leichter umgesetzt werden können.
  • Implementierung von Tourismus-Satellitenkonten für jedes Bundesland.
  • Konzept mit konkreten Maßnahmen gegen das „Gasthaussterben“, vor allem in ländlichen Regionen.
  • Im Bereich Arbeitskräfte soll es eine Adaptierung der Lehrberufe und Weiterbildungsmaßnahmen geben (Fokus auf Digitalisierung in der Berufsausbildung). Die Jahreskontingente für Saisonniers für den Tourismus sollen bedarfsgerecht angepasst werden. Zudem soll eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte (RWR-Karte) kommen.
  • Ausbau des Nachtzugangebotes im Fernverkehr.

Anbei finden Sie das Regierungsprogramm, den Bereich Tourismus ab Seite 164 (Seite 82 des PDFs).

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