06.11.2020

Details zur Umsatzentschädigung

Das Tourismusministerium gab heute Freitag weitere Informationen zu Umsatzentschädigung und Kurzarbeit bekannt. Bei der Entschädigung werden Kurzarbeit und Fixkostenzuschuss nicht gegengerechnet.

Bekannt ist, dass Unternehmen, die unmittelbar von den Einschränkungen der Verordnung betroffen sind, mit einer Umsatzentschädigung in Höhe von 80 % des Vorjahresumsatzes des Novembers unterstützt werden. Dies betrifft Beherbergungsbetriebe, Veranstalter, Gastronomie und die Freizeitbranche. Eine Antragstellung ist ab heute Freitag, den 6. November (spätestens bis 15. Dezember 2020) für die gewerblichen Betriebe über FinanzOnline möglich. Wichtig zu wissen ist:

  • Abholung und Lieferservices werden nicht miteingerechnet.
  • Gegengerechnet werden nur 100-Prozent-Garantien und Covid-Förderungen der Länder.
  • Kurzarbeit und Fixkostenzuschuss werden nicht gegengerechnet.
  • Die derzeitige Grenze liegt bei 800.000 Euro pro Betrieb.
  • Auch eine Kombination von Umsatzersatz und Fixkosten-Zuschuss (für unterschiedliche Zeiträume) ist für betroffene Unternehmen möglich.
  • Privatzimmervermieter und „Urlaub am Bauernhof“-Betriebe werden separat abgewickelt.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger: „Abholung und Lieferservices werden nicht gegengerechnet, auch Kurzarbeit und Fixkostenzuschuss werden nicht gegengerechnet. Mit der Umsatzentschädigung haben wir das richtige Instrument, um die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Unternehmen abzufedern.“

Betriebe, die laut COVID-19 Schutzmaßnahmenverordnung direkt betroffen sind und Umsatzentschädigung beantragen können:

  • Seilbahnen 
  • Gastronomie
  • Beherbergung inkl. Privatzimmer und Urlaub am Bauernhof
  • Campingplätze
  • Schutzhütten
  • Fitnesszentren
  • Vergnügungs- und Themenparks
  • Schwimmbäder und Schwimmstadien
  • Solarien, Saunas, Bäder
  • Tanzschulen    
  • Museen
  • Betrieb von Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen
  • Kinos
  • Botanische und zoologische Gärten sowie Naturparks
  • Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter
  • Fahrten von Reisebussen
  • Gelegenheitsverkehrsmärkte

Verbesserte Kurzarbeit

Seit 1. Oktober 2020 kann die Kurzarbeit für maximal 6 Monate beantragt werden. Die Unterschreitung der derzeit vorgesehenen Mindestarbeitszeit von 30 % ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wichtig zu wissen ist:

  • Die Arbeitszeitreduktion auf bis zu 0 % ist im November möglich. Betroffene Mitarbeiter werden weiterhin 80-90 % ihres Nettoeinkommens erhalten.
  • Das verbesserte Modell der Kurzarbeit kann im Laufe des Novembers auch rückwirkend für Start mit 1.11. bis längstens 20.11. beantragt werden. 
  • Bereits beantragte Kurzarbeit muss nicht neuerlich beantragt werden.
  • Die von der Trinkgeldpauschale umfassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten zusätzlich 100 Euro als Prämie - wird im November vom AMS ausbezahlt.

Erleichterungen soll es bei der Beantragung und Rückmeldung geben, verspricht man im Ministerium. 

 

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