22.05.2019

Deutschland diskutiert Steuererhöhung für Hotelübernachtungen

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) will zur Finanzierung einer milliardenschweren Grundrente die Rücknahme der Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotelübernachtungen erreichen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband bezeichnet diese Pläne als "Schlag ins Gesicht der Branche".

 "Wer die Fakten kennt, für den verbietet es sich, die reduzierte Mehrwertsteuer für Übernachtungen in Frage zu stellen", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Die Diskreditierung der Branche durch das Infragestellen dieser steuerpolitischen Maßnahme ist peinlich und populistisch. Die Debatte um die Mehrwertsteuer auf dem Rücken unserer Branche muss ein Ende haben. Unsere Betriebe benötigen Planungssicherheit."

Die reduzierte Mehrwertsteuer für Hotels sei in Europa die Regel. In Deutschland wurde dieser 2010 von von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Mit der Einführung des reduzierten Steuersatzes sei ein deutscher "Sonderweg" beendet worden, der für fairen Wettbewerb in Europa gesorgt habe. "Seit Inkraftreten der Maßnahme haben die Beherbergungsbetriebe fast 60.000 neue sozial-versicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen und Milliarden investiert. Damit konnte die Attraktivität des Reiselandes Deutschland erheblich gesteigert werden." Laut Steuerstatistik 2017 sei das Umsatzsteueraufkommen im Beherbergungsbereich um 460 Millionen Euro höher als vor der Zeit mit einem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent.

(APA/Red)

 

Newsletter bestellen

Mediadaten