25.08.2021

Die Arche des Geschmacks

Traditionen und Kulturpflege werden in Aserbaidschan, dem Land zwischen Kaspischem Meer und Kaukasus, von jeher großgeschrieben. Mit einem EU-Förderprojekt stellt das an Rohstoffen reiche vorderasiatische Land in nun auch seine hervorragende und gesunde Küche in die internationale Auslage. 

Was am 20. August 2021 im Rahmen des „Community-based Value Enhancement in the Greater Caucasus Mountains Area“ (COVCHEG) als nationales „Arche des Geschmacks Menüs“ vorgestellt wurde, basiert auf der Grundlage regionaler Erzeugnisse lokaler Betriebe sowie fair produzierter Lebensmittel und folgt damit ganzheitlich der modernen Slow-Food-Philosophie. Trauben, Reis, Nüsse und anderen heimischen Produkten bilden die Grundlage der „Arche des Geschmacks“-Menüs, wie Aserbaidschans mit diesen und vielen weiteren Erzeugnissen lokaler Produzenten und Landwirte ganz dem Slow-Food-Konzept und dem damit verbundenen Erhalt von regionalen Nahrungs- und Lebensmittelerzeugnissen entspricht.

Die lokalen Landwirte und Lebensmittelproduzente sind in Slow-Food-Förderkreisen zusammengeschlossen, um gemeinsam die Qualitätsproduktion aufrechtzuerhalten, traditionelle Verarbeitungsmethoden zu wahren bzw. wieder aufleben zu lassen und einheimische Arten und Pflanzensorten sowie das gesamte Ökosystem in den einzigartigen Regionen zu schützen. 

„Die Einführung des ‚Arche des Geschmacks‘-Menüs ist ein weiterer Meilenstein zur Sensibilisierung für Aserbaidschans lokale Produktvielfalt, ebenso wie zur weiteren Entwicklung nachhaltigerer Praktiken im Land", betont Florian Sengstschmid. Der Österreicher ist Geschäftsführer des Aserbaidschanischen Tourismusamtes. 

Kulinarische Erlebnis-Reisen

Neben der Arche des Geschmacks und den Förderkreisen wurde im Rahmen des COVCHEG-Projekts auch das Konzept des Slow Food Travel (SFT) ausgearbeitet. Ziel der Entwicklung des SFT-Konzepts ist, Reisen mit kulinarischen Erlebnissen aus erster Hand zu verbinden, die auf Begegnungen mit örtlichen Landwirten, Hirten, Winzern, Fleischern oder Bäckern beruhen, und dem Reisenden so mehr über lokale gastronomische Traditionen zu vermitteln. 

In Anbetracht der Bedeutung der lokalen Gastronomie und des kulturellen Erbes wird das von der EU finanzierte COVCHEG-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Aserbaidschanischen Fremdenverkehrsamt durchgeführt. Das Projekt zielt darauf ab, die wirtschaftliche Erneuerung und das Wohlergehen der ländlichen Gemeinden zu fördern und nachhaltige Lebensgrundlagen im Land zu schaffen, wobei der Schwerpunkt auf Landwirtschaft und gastronomischem Tourismus beruhen. 

Weitere Informationen über Slow Food in Aserbaidschan finden Sie auf Slow Food – COVCHEG.

Über das ATB

Das Aserbaidschanische Fremdenverkehrsamt (ATB) ist die nationale Werbeorganisation, die der staatlichen Tourismusagentur der Republik Aserbaidschan untersteht. Hauptziele sind die Förderung des Wachstums der aserbaidschanischen Tourismusindustrie, um Besuchern das reiche kulturelle Angebot des Landes zu vermitteln.

azerbaijan.travel

(Von Brigitte Charwat)

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