29.05.2021

Die Eckpunkte der Lockerungen

Das öffentliche Leben kommt zurück: Die nächsten Erleichterungen gelten ab 10. Juni und dann wieder ab 1. Juli. Dazu gehört etwa künftig nur noch ein Meter Abstand, die Ausweitung der Sperrstunde, die Erhöhung der Personengruppen pro Tisch oder Reduzierung der Quadratmetergrenze pro Gast. 

Zu den wichtigsten Lockerungen für die gesamte Branche gehören weitere Erleichterungen bei der Reisefreiheit. Das wird möglich, indem Österreich auf das System des Robert Koch Instituts umsteigt. Die sogenannte „RKI-Liste“ weist mehr als 110 Staaten als „Risikogebiete“ aus. Für geimpfte, genesene oder getestete Personen aus diesen definierten Ländern besteht keine Quarantänepflicht. Bisher hat sich Österreich an dem ECDC-System orientiert und drei verschiedenen Anlagen mit Ländern nach Infektionsrisiko geführt. Diese Liste beinhaltete jedoch weit weniger Staaten, als die jetzige RKI Liste. Das heißt, zukünftig werden auch die Länder Kroatien, Indonesien, Bahamas, Kanada, USA und Vereinigte Arabische Emirate uvm. berücksichtigt sein. Indem Österreich auf die RKI-Liste umsteigt, wird die Reisefreiheit ab Mitte Juni deutlich erleichtert.

„Davon profitieren beide Seiten: Unser Tourismusstandort, indem wir für wichtige Herkunftsländer wieder attraktiv werden. Alle Österreicherinnen und Österreicher, die Urlaub im Ausland machen wollen“, so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger.

Erleichterungen in der Gastronomie

Ab 10. Juni wird es zu einigen Erleichterungen für Gastgeberbetriebe geben. So werden Zusammenkünfte von Personen im Innenbereich auf maximacl acht Personen (zzgl. minderjähriger Kinder) ausgeweitet, im Außenbereich auf 16 Personen (zzgl. minderjähriger Kinder). Zudem gilt im Außenbereich dann keine Masken-Pflicht mehr. Und es gibt bei der Gästeanzahl pro Tisch keine Einschränkung auf verschiedene Haushalte mehr. Groß ist zudem die Freude darüber, dass die Sperrstunde auf 24 Uhr erweitert wird. Der Mindestabstand zwischen Besuchergruppen (nicht zwischen den Tischen) wird auf einen Meter reduziert.

Mitarbeiter im direkten Kundenkontakt benötigen einen eng anliegenden Mund-Nasen-Schutz, wenn ein Impf- oder Genesungsnachweis oder ein negativer Testnachweis für die jeweils vorgesehene Gültigkeit (PCR-Test 72h, Antigentest 48h, kontrollierter Selbsttest 24h) erbracht werden kann. Ansonsten muss eine FFP2-Maske getragen werden. 

Die Regeln in Beherbergung & Freizeitbetrieben

Gäste müssen weiterhin bei der Anreise ein gültiges negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder eine Bestätigung über eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung vorweisen (3-G Regel) – zudem werden auch Tests vor Ort weiterhin möglich sein. Auch in der Beherbergung wird der Mindestabstand zwischen Gästegruppen wurde auf einen Meter reduziert. Die Verköstigung von Gästen passiert analog zu Regelungen der Gastronomie, wobei Angehörige einer Gästegruppe gleichgestellt sind, wie Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben. Für Wellnessbetriebe gelten die Regeln analog zu Regelungen der Wellness- und Freizeiteinrichtungen, wobei auch hier Angehörige einer Gästegruppe gleichgestellt sind, wie Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben.

Für Freizeitbetriebe wird die Sperrstunde ebenfalls auf 24 Uhr erweitert, ebenso gelten für die Verköstigung die gleichen Regeln wie in der Gastronomie. In geschlossenen Räumen müssen pro Kunde nur noch 10 m² zur Verfügung gestellt werden, das gilt auch für Wellnesseinrichtungen.   Ausgenommen von der 10 m²-Regel sind zum Beispiel Fahrgeschäfte, also jene Anbieter, bei denen in der Regel für die Dauer der Inanspruchnahme der Dienstleistung ein Platz eingenommen wird. Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist nur noch ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Die Maskenregeln für Mitarbeiter sind die gleichen wie in der Gastronomie.

Die Regeln für Veranstaltungen & Messen

Teilnehmer müssen weiterhin vor der Veranstaltung ein gültiges negatives Testergebnis, ein Impfnachweis oder eine Bestätigung über eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung vorweisen (3-G Regel) – zudem werden auch Selbsttests vor Ort möglich sein. Die erlaubte Teilnehmeranzahl bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen (Kinos, Konzert, Kabarett, Seminar): 

  • Innenbereich: 1.500 Personen (nun 75 Prozent Maximalauslastung des Veranstaltungsortes möglich) 
  • Außenbereich: 3.000 Personen (nun 75 Prozent Maximalauslastung des Veranstaltungsortes möglich) 

Private Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern sind weiterhin nicht als Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen zu verstehen. Die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze beträgt sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich jeweils 50 Personen. Der Mindestabstand zwischen Besuchergruppen auf einen Meter reduziert, eine FFP2-Masken-Pflicht gilt nur mehr im Innenbereich. Die Maskenregeln für Mitarbeiter sind die gleichen wie in der Gastronomie. Die Verköstigung von Besuchern gilt nach den Regeln analog zu Gastronomie – ausgenommen sind Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze, hier ist eine Konsumation von Speisen und Getränken nicht erlaubt. 

Messebesucher von Fach- und Publikumsmessen haben weiterhin ein gültiges negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder eine Bestätigung über eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung vorzuweisen (3-G Regel) – zudem werden auch Selbsttests vor Ort möglich sein. Die Kapazitätsbeschränkungen in geschlossenen Räumen wurde auf 10 m² Besucherfläche pro Besucher reduziert.

Die Regeln ab 1. Juli 2021

Nur wenn kein gültiges negatives Testergebnis, ein Impfnachweis oder eine Bestätigung über eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung vorgewiesen (3-G Regel) werden kann, ist im Innenbereich der jeweiligen Betriebsstätten eine Maske zu tragen. Außerdem fällt der Mindestabstand und es gibt keine Kapazitätsbeschränkungen mehr. Ebenso ist die Auf- oder Sperrstunden im Bereich der Gastronomie Geschichte. Für die Nachtgastronomie heißt es allerdings weiter warten, ein Aufsperren wird erst später im Laufe des Juli wieder möglich sein.

Bei Veranstaltungen – weder im stehenden oder sitzenden Bereich – gibt es dann keine Obergrenzen mehr. Anzeigepflicht gibt es ab 100 Personen, eine Genehmigungspflicht ab 500 Personen.

Weitere Infromationen zu allen Erleichterungen für die Branchen unter:
www.sichere-gastfreundschaft.at/

(Red)

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