24.05.2019

Die HOGAST hat Ideen gegen den Personalmangel im Tourismus

Der Personalmangel ist das derzeit drängendste Problem in der österreichischen Hotellerie und Gastronomie. Die Einkaufsgenossenschaft HOGAST, in der rund 3.000 Tourismusbetriebe vereint sind, will unter anderem mit einer Lehrlingsoffensive und einem neuen Arbeitgeber-Award gegensteuern.

„Wir betreiben schon seit dem Jahr 2000 eine eigene Jobplattform: Auf www.hogastjob.com haben wir derzeit 25.000 registrierte Bewerberinnen und Bewerber. Doch diese Maßnahme allein reicht nicht mehr aus“, sagt Nadine Luz, Bereichsleiterin für Personaldienstleistungen in der HOGAST. Es gehe mittlerweile darum, junge Menschen erst zu einer Lehre im Tourismus zu bewegen und fertig ausgebildete Fachkräfte langfristig an die Branche zu binden. 

Schüler werden angesprochen

Die für zwei Jahre geplante „Lehrlingsoffensive“ startete Anfang 2019. Bei der Gestaltung der Kampagne arbeitete die HOGAST eng mit Mitgliedern aus ganz Österreich zusammen, die Kosten übernimmt zur Gänze die Genossenschaft. Mit verschiedenen Informationsmaßnahmen will man Chancen und Perspektiven im Tourismus in den Vordergrund rücken. Erreicht werden sollen vor allem Schüler sowie deren Eltern und Lehrer.

Außerdem will die HOGAST den Tourismusbetrieben die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen und auszutauschen. „Wichtig sind aber auch die Lehrlinge selbst“, ergänzt Nadine Luz. „Von ihnen können wir lernen, warum sich junge Menschen für die Hotellerie oder Gastronomie entscheiden und was ihnen in der Ausbildung wichtig ist.“

Gastronomen lernen aus Befragung

Eine zweite konkrete Maßnahme ist der kürzlich ins Leben gerufene HOGASTJOB-Arbeitgeber-Award. Vordergründig ist das Zertifikat ein Marketinginstrument, um die eigenen Leistungen als Arbeitgeber nach außen zu kommunizieren. Noch wichtiger ist aber eine Mitarbeiterbefragung, die im Rahmen der Zertifizierung von einem unabhängigen Institut durchgeführt wird.

„Diese Befragung ist doppelt nützlich. Zum einen wächst die emotionale Bindung an ein Unternehmen, wenn sich die Mitarbeiter eingebunden fühlen. Zum anderen erkennen teilnehmende Hoteliers und Gastronomen, wie das Personal die Arbeit bei ihnen empfindet. Das ist die Basis, um den eigenen Betrieb zu einem noch besseren Arbeitsplatz zu machen“, erklärt Nadine Luz.

„Das Image der Branche korrigieren“

HOGAST-Vorständin Barbara Schenk setzt große Hoffnungen in den Personalschwerpunkt ihres Unternehmens. „Niemand kann touristische Fachkräfte einfach aus dem Hut zaubern, auch wir nicht. Was wir aber können und tun: Wir ergreifen Maßnahmen, um das Image der Branche zu korrigieren. Und wir geben unseren Mitgliedern Instrumente in die Hand, um Mitarbeiter zu finden und – mindestens genauso wichtig – zu binden.“

Tipp! Neben www.hogastjob.com finden Sie auch unter https://stammgast.online/jobs.html und www.jobsterne.at zahlreiche Jobangebote bzw. Arbeitssuchende.

 

Newsletter bestellen

Mediadaten