03.09.2021

Die hübsche Josefine

Manfred Stallmajer (The Guesthouse Vienna) und Susanne Hofmann präsentieren ihr neues Boutique Hotel Die Josefine in Wien. Ab 7. September können Gäste ganz  in die glamouröse Zeit der 1920er und 1930er eintauchen.

© Die Josefine Hotel
Samt, Messing sowie grüner Marmor aus Italien sind die vorherrschenden Materialien im Hotel und erschaffen, gepaart mit goldenen Details, Spiegeln und handgefertigten Retro Elementen, ein ganz besonderes Flair. (Bildergalerie zum Durchklicken)


Zentral in Wien gelegen – unweit der Mariahilfer Straße – verfügt das Hotel Die Josefine über 49 Zimmer, deren erlesene Details jedes Einzelne zu etwas Besonderem machen. Glamouröses Design im Stil des Art Déco trifft auf Wiener Geflecht, Kristallluster, surrealistische Kunst und analoge Ausstattung und versetzt die Gäste zurück in eine andere Zeit. Jede der sechs Zimmerkategorien (buchbar ab 110 pro Zimmer und Nacht, in der Top-Kategorie werden 470 Euro verlangt) bietet einen gemütlichen Rückzugsort und höchsten Komfort.

Gemeinsam mit Daniel Hora, Inhaber des Architekturbüros „MEGATABS“, schuf Manfred Stallmajer ein Hotel, in dem Geschichte wieder aufersteht. Für den Umbau und die Ausstattung wurde bei den Lieferanten vorwiegend auf regionale Anbieter sowie auf heimische Manufakturen gesetzt. In allen Zimmern finden sich Boxspringbetten, deren Matratzen von dem niederösterreichischen Unternehmen „Ramini Homedesign“ in Handarbeit gefertigt wurden. Ein Großteil der Möbel und Deko Elemente wurde von der Tischlerei „Göbel“ in der Steiermark eigens für das Hotel angefertigt. Die einzigartigen Kunstwerke, welche die Gänge und Spiegel zieren, kreierte der Künstler Ben Reyer. Alte Magazine, Poster und Zeitungen dienen als Basis für seine Arbeiten und werden in Form von Collagen zu ausdrucksstarken und kraftvollen Werken.

Die Designerin Praline Le Moult lässt die Zeichnungen von Josefine aufleben und interpretiert sie neu. Als Französin hat sie einen besonderen Bezug zur Geschichte der einstigen Hoteldirektorin und lässt diese in vielen Bereichen, wie beispielsweise dem Design der Uniformen des Personals, einfließen.

Wer war die Josefine?

Josephine de Bourblanc wurde als Tochter eines französischen Aristokraten und Botschafters 1895 in Wien geboren. Im selben Jahr erwarb ihr Vater Anteile an einem neu erbauten Gebäude. Zurück in Frankreich studierte Josephine an der Sorbonne französische Literatur und Theater und lernte in dieser Zeit viele Künstler, Musiker und Schauspieler kennen, die sie für ihren späteren Lebensweg prägten. Einige Jahre später, auf der Flucht vor der russischen Revolution, findet Josephine in dem Haus in Wien Unterschlupf, das einst ihr Vater erworben hatte.

Im Laufe der Zeit wurde aus dem ehemaligen Wohnhaus ein Hotel, in dem sich die gebildete und wohlerzogene junge Frau für Kost und Logie mit Hingabe um das Wohl der Gäste kümmerte. Dank ihrer elitären Erziehung und großen Leidenschaft für Kunst baute Josephine rasch eine besondere Beziehung zu den Gästen auf, denn hauptsächlich weilten dort Musiker, Künstler, Tänzer oder Schauspieler. So etablierte sich die Französin rasch vom Wäschemädchen zur Hoteldirektorin und beherbergte über die Jahre hinweg zahlreiche Künstler und Intellektuelle auf ihrer Reise von Paris über Wien nach Russland. Josefine, wie sie nun genannt wird, entführte ihre Gäste in die Welt des Surrealismus. Immer mit dabei – ihr Notizbuch, welches sie mit Geschichten, Anekdoten und Skizzen aus dem Alltag des Hotellebens füllte.

Den Spuren der Josefine folgt man auch heute noch im gesamten Hotel, denn ihr Zauber ist überall spürbar. Wie früher, als Josefine ihre Zeichnungen und Gedichte für die Ankunft eines besonderen Gasts auf dem Zimmer hinterließ, so wird man dort auch heute beim Check-In von kurzen Geschichten überrascht, die sich zu ihren Lebzeiten im jeweiligen Raum abgespielt haben.

Erinnerungen an Mario

Der unverkennbare Stil des Boutique Hotels Josefine wird auch im Untergeschoss des Hauses fortgeführt, denn dort befindet sich der altbekannte „Barfly’s Club“. Während die Räumlichkeiten tagsüber als gemütlicher Frühstücksbereich dienen (à la carte Frühstück, in der Soft Opening Phase nur für Hotelgäste), verwandeln sie sich nachts zu einem Etablissement mit Atmosphäre. Samtbezogene Hocker und Sofaelemente, Wände aus grünem Marmor und große Spiegel erinnern an eine Bar, in der auch The Great Gatsby gerne zugange gewesen sein könnte.

Mario Castillo, der den „Barfly’s Club“ einst hinter den Pforten des ehemaligen Hotels Fürst Metternich eröffnete, galt als einer der kreativsten und bekanntesten Akteure der Wiener Bar-Szene. Nach seinem plötzlichen Tod übernahm seine Frau Melanie Castillo die Bar und bot Nachtschwärmern, Whisky-Liebhabern und Freunden des Jazz einen Ort zum Verweilen. Während der Renovierungsarbeiten wurde das Lokal vorübergehend umgesiedelt, doch nun zieht Melanie Castillo mit dem „Barfly’s Club“ an den Ort zurück, wo alles begann.

hoteljosefine.at/de/

(Red)

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