04.11.2019

Die Riesneralm macht sich zukunftsfit

Das Skigebiet Riesneralm hat im Sommer mit der Umsetzung eines ausgeklügelten Energiekonzepts für die Pistenbeschneiung begonnen. Außerdem kommen neue Hotel- und Chaletbetten zum Angebot der Region dazu.

Das beliebte Skigebiet im Westen der Steiermark nimmt viel Geld in die Hand, um im harten Wettbewerb für die Zukunft gerüstet zu sein. Dabei stehen Investitionen im Vordergrund, die einen ökologisch nachhaltigen Skibetrieb für die Zukunft garantieren und anderseits Investitionen, die den Kunden schon direkt beim Start in die neue Saison begeistern werden. Insgesamt werden 6 Mio. Euro investiert.

Beschneiungssystem, ganz nachhaltig

Zentraler Ausgangspunkt ist im Tal der Bau eines „E-Werkes“, welches sowohl Strom als auch Schnee erzeugt. Mit Hilfe der Kraft des fließenden Donnersbaches werden mit zwei Wasserkraftwerke in Zukunft jährlich rund 6 Millionen Kilowattstunden Strom produziert und damit fast dreimal so viel grüne Energie erzeugt, wie die saisonale Beschneiung und der Betrieb des gesamten Skigebiets überhaupt erfordern.

Das jetzt neu im Bau befindliche Wasserkraftwerk wird zudem mit seinem Rohrsystem an die bestehende Beschneiungsanlage angeschlossen. Damit erspart man sich den Bau eines weiteren Beschneiungsteiches. Damit ist man nun in der Lage, die Beschneiung über den Stromverkauf zu refinanzieren. Zugleich wird technisch alles so vorbereitet, dass ein Teil der erzeugten Wasser-Energie direkt im Netz der Riesneralm verbraucht werden kann. Am Berg selbst wird das Beschneiungssystem so modernisiert, dass in Zukunft mit genügend Wasser und neuen Beschneiungsanlagen alle Pisten top beschneit werden können.

Neue Betten für die Region

Auch das eigene „Hotel Berghof“ präsentiert sich den Gästen durch die Modernisierung der Zimmer im neuen Kleid. Und seit August ist ein Chaletdorf im Bau, welches in der Endausbauphase mindestens 250 Betten für den Ort Donnersbachwald bringen wird.

Geschäftsführer Erwin Petz leitet seit 2004 das Skigebiet Riesneralm und freut sich, dass mit viel Innovationskraft diese Projekte umgesetzt werden können. Seine Initiativen beschränken sich nicht nur auf das Unternehmen Riesneralm, sondern auch auf die Entwicklung des Ortes. Das zeigt zum Beispiel die Investition in wertvolle Baugrundstücke, „um nicht dem derzeitigen Spekulationsboom ausgeliefert zu sein“. Die angekauften Grundstücke werden die Basis für reine Tourismusprojekte sein.

 

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