17.06.2020

Do&Co weist erstmals Verlust aus

Die Coronakrise hat bei dem börsennotierten Cateringunternehmen Do&Co im Geschäftsjahr 2019/20 ein tiefes Loch in die Kasse gerissen und erstmals in der Unternehmensgeschichte für einen Verlust gesorgt.

Unterm Strich standen minus 24,9 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 26,4 Mio. Euro im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr soll es keine Dividende geben. „Ein weltweiter Konjunktureinbruch und die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19 Pandemie belasten das Ergebnis,“ schrieb das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht. „Obwohl der Do&Co-Konzern in 21 Ländern in drei unterschiedlichen Geschäftsbereichen mit verschiedenen Vertriebskanälen tätig ist, waren mit einem Schlag alle Geschäftsaktivitäten gleichzeitig betroffen und brachten das gesamte Geschäft zum Erliegen.“ So habe Do&Co alle Restaurants weltweit schließen müssen, Großveranstaltungen wurden abgesagt. Aufgrund der Reisebeschränkungen sei auch das Airline-Catering quasi stillgestanden. Vor diesem Hintergrund seien Sonderabschreibungen aufgrund von Werthaltigkeitsprüfungen vorgenommen und Risikovorsorgen getroffen worden.

Hinzu seien Einmaleffekte aufgrund von bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, Vorlaufkosten für das Catering für British Airways und für Iberia sowie Rechtsberatungskosten für M&A-Projekte gekommen. „Zusammengefasst belasten alle Sondereffekte das EBITDA in Höhe von 35,96 Mio. Euro, das EBIT in Höhe von 51,76 Mio. Euro und das Konzernergebnis in Höhe von 40,21 Mio. Euro“, so Do&Co. Dementsprechend fiel das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Jahresvergleich um 12,8 Prozent auf 70,1 Mio. Euro und das operative Ergebnis (EBIT) drehte von plus 51,5 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 1,9 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf minus 16,4 Mio. Euro, nach plus 48,64 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte dagegen um 10,3 Prozent auf 935,37 Mio. Euro zu.

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