24.08.2020

Donhauser bringt Iran-Joint-Venture an die Börse

Josef Donhauser, österreichischer Großcaterer, geht mit seinem iranischen Joint-Venture, das im Office-Catering und im Bahncatering tätig und bei dem der Unternehmer zu 50 Prozent beteiligt ist, an die Börse von Teheran.

Der Gastro-Unternehmer Josef Donhauser, der unter anderem für die Bordverpflegung in den ÖBB-Railjets verantwortlich ist, hat sein iranisches Catering-Joint-Venture DoNA an die Teheraner Börse gebracht. Der erzielte Emissionserlös von umgerechnet 1,5 Mio. Euro soll für die weitere Expansion verwendet werden, teilte Donhauser der APA mit. Das österreichisch-iranische Joint Venture DoNA, an dem die DoN Group seit der Gründung 2015 50 Prozent hält, betreibt im Iran Office-Catering und verpflegt die iranische Privatbahn FADAK sowie andere Bahnunternehmen.

Erlöse sollen in Erweiterungen fließen

Derzeit arbeiten 273 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen. Der Umsatz beträgt umgerechnet rund 5 Mio. Euro. Im kommenden iranischen Jahr (März bis März) wird eine Umsatzsteigerung auf rund 7,5 Mio. Euro angestrebt. Die weiteren jährlichen Steigerungen des Umsatzes sind aktuell mit 40 Prozent pro Jahr für die kommenden fünf Jahre errechnet. 2026 erwartet DoNA demnach einen Umsatz von knapp 30 Mio. Euro. Der Emissionserlös aus dem Börsengang soll in notwendige Erweiterungen bei den Produktionsanlagen sowie in den Ausbau im Rail- und Office-Catering gesteckt werden. Weiters sollen Systemrestaurants im gesamten Land - beginnend mit Teheran - implementiert werden.

Zwei Jahre Vorbereitung

Eine weitere Kapitalrunde über die Börse sei nicht geplant, werde aber auch nicht ausgeschlossen, sagte Donhauser. DoNA gehört nun zum Börsenleitindex TSETMC. Es seien 60 Millionen Stück Aktien an rund 5,3 Millionen individuelle Personen verkauft worden. Der Emissionskurs pro Aktie beträgt 0,024 Euro (600 Tomans oder 6.000 IRR). Donhauser, der in Österreich erst vor wenigen Monaten die insolvente Pizza- und Pastakette Vapiano gekauft hat, hat den Börsengang im Iran mit dem Teheraner Management seit zwei Jahren vorbereitet. Aufgrund der US-Sanktionen sind Finanzierungen im Iran über das Ausland nicht mehr möglich. Auch für die Iraner gebe es außerhalb der Börse kaum Möglichkeiten zu investieren, räumte Donhauser ein.

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