06.02.2019

Dramatische Wende: Chinesen steigen bei Rosenberger aus

Im Insolvenzverfahren um den Raststättengastronom „Rosenberger“ wird fieberhaft an einer Nachfolgelösung gearbeitet.

In der Insolvenz um den Raststättenbetreiber Rosenberger gibt es offenbar eine neue Wendung. Die chinesischen Investoren, denen die Rosenberger Holding GmbH seit 2013 fast zur Gänze gehört hatte, haben ihre Anteile verkauft. Die Anteile der chinesischen Investoren an dem Raststättenbetreiber mit Sitz in Loosdorf (Bezirk Melk) wurde an die Wiener Unternehmensentwickler Connexio Research & Business Development GmbH verkauft, berichtete die Tageszeitung der „Standard“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Investorenkreise.

Connexio-Geschäftsführer Patrick Lieben-Seutter, dem die Firma zu einem Viertel gehört, bestätigte den Zeitungsbericht auf APA-Anfrage. Der Kauf sei in den vergangenen Tagen erfolgt. Im „Wirtschafts-Compass“ ist die Übernahme noch nicht ersichtlich.

Unterdessen treibt Masseverwalter Christian Lind das Sanierungsverfahren samt Investorensuche unvermindert voran. Mit einem Bieter, der ein verbindliches Angebot gelegt habe, habe er vertiefende Gespräche geführt, sagte der St. Pöltner Rechtsanwalt zur APA. Mit Ausnahme der im Jänner geschlossenen Raststätte in Ampass (Tirol, stammgast.online berichtete) seien alle 16 Standorte in Betrieb.

Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung findet nächste Woche am Dienstag, 12. Februar, am Landesgericht St. Pölten statt. Die Rosenberger Restaurant GmbH hatte vergangenen Dezember ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Die unbesicherten Verbindlichkeiten wurden mit 12,3 Mio. Euro angegeben. Betroffen sind rund 300 Gläubiger und 448 Dienstnehmer.

 

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