11.07.2022

Duty-free-Konzern „Dufry“ kauft Autogrill

Der Schweizer Reise-Detailhändler mit Sitz in Basel und weltweit mehr als 2300 Duty-free-Läden hat eine Fusion mit dem italienischen Raststättenkonzern angekündigt.

Mit dem Zukauf der italienischen Autogrill – bekannt für seine Autobahnraststätten – will der Dutyfree-Weltmarktführer Dufry ins Restaurantgeschäft einsteigen. Die Übernahme werde die neue Strategie von Dufry „stärken und nachhaltigen, langfristigen Wert für unsere Kunden und Aktionäre schaffen“, teilte Dufry-Konzernchef Xavier Rossinyol gestern spätabends mit.

Der mit einem Anteil von 50,3 Prozent wichtigste Autogrill-Aktionär, die Holding Edizione der Benetton-Familie, unterstützt den Angaben zufolge den Deal. Der Deal kommt nicht überraschend: Nach monatelangen Spekulationen hatten die Basler und die Mailänder Firma Ende Juni bestätigt, dass sie über einen möglichen Zusammenschluss verhandelten.

Wandel zu führendem Reise-Einzelhändler

Mit der Transaktion entsteht ein führender Reise-Einzelhändler. Dank einer Reihe von Übernahmen ist Dufry bereits der weltgrößte Betreiber von Flughafenladengeschäften. Zudem führt der Konzern auch Shops in Bahnhöfen, Häfen und auf Kreuzfahrtschiffen.

Bei der in Europa vor allem für ihre Autobahnraststätten bekannten Autogrill sind Restaurants auf US-Flughäfen das Hauptgeschäft. Dufry und Autogrill erhoffen sich vom Zusammenschluss jährliche Kostensynergien in Höhe von rund 85 Millionen Euro.

(red)

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