05.01.2021

Eintrittstests statt Freitesten

Die zwischen Regierung und Landeshauptleuten angedachten "Eintrittstests" für das Betreten von Kultureinrichtungen, Hotels oder Restaurants wird immer stärker befürwortet.

Ein negativer Test wird quasi zu einer „zweiten Eintrittskarte“. Diese Maßnahme sollte gelten, bis eine ausreichende Zahl an Menschen geimpft ist, so die Idee hinter den „Eintrittstests“ – die genauen Unterschiede zum nun abgesagten „Freitesten“ sind aber noch offen.

In der Wirtschaftskammer ist man dazu jedenfalls positiv eingestellt. WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf begründete seine Forderung im Ö1-Mittagsjournal damit, dass dadurch die Infektionsgefahr „deutlich geringer oder praktisch Null“ wäre. Zudem wäre dies ein Anreiz für die permanenten flächendeckenden Tests, auf die sich die Regierung am Montag mit den Landeshauptleuten grundsätzlich bereits verständigt hat. Kopf plädiert für flächendeckende Tests einmal wöchentlich und betont, dass diese wesentlich billiger wären als ein Lockdown, den er mit fast zwei Milliarden Euro pro Woche bezifferte.

Der Generalsekretär der Wirtschaftskammer kündigte an, dass die Wirtschaftskammer Betriebe ersuchen werde, eine Testinfrastruktur bereitzustellen. Etwa 25 Prozent aller Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern könnte sich daran beteiligen. Damit könnte rund eine halbe Million unselbstständig Beschäftigter zusätzlich erreicht werden. Ein Teil der Betriebe mache das bereits, teilte Kopf mit. Er betonte aber, dass dies in die öffentliche Teststrategie eingebunden sein müsse und plädierte dafür, dass die Betriebe dafür auch finanziell entschädigt werden sollten.

Zuvor hatte bereits Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer für einen massiven Ausbau der Tests plädiert. Regelmäßige flächendeckende Corona-Tests würden die Infektionszahlen ebenso wirksam senken wie ein Lockdown, wären aber wesentlich billiger, hatte auch Mahrer in einem Statement gegenüber der APA argumentiert.

(APA/Red)

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