12.05.2020

"Ende der Wettbewerbsverzerrung"

Mit Freude kommentieren die heimischen Sektproduzenten das Ende der Schaumweinsteuer. Diese sei diskriminierend und wettbewerbsverzerrend gewesen, jetzt werden von Umwelt bis zu Konsumenten viele profitieren.

Die seit der Wiedereinführung im Jahr 2014 geforderte Abschaffung der Sektsteuer kommt nun fix. Die Maßnahme erfolgt im Zuge des rund 500 Mio. Euro schweren Corona-Maßnahmenpakets zur Entlastung der heimischen Gastronomiebranche im Rahmen der Wiederöffnung der Gastronomie ab 15. Mai.

„Unsere jahrelangen Interventionen und die erst letzte Woche neuerlich geführten Gespräche mit Vertretern des Finanzministeriums waren letztendlich erfolgreich“, so Benedikt Zacherl, Geschäftsführer der Sektkellerei Schlumberger, und ergänzt: „Eine Abschaffung der Schaumweinsteuer steht schon seit längerem im Raum. Aufgrund der aktuellen Situation war eine möglichst rasche Umsetzung der Entlastungsmaßnahme die einzig richtige Entscheidung.“

Die Steuer wurde seit Beginn heftig kritisiert, denn italienische Prosecci- und Frizzante-Produkte sind von der Steuer ausgenommen, außerdem ist der Beitrag zum Steueraufkommen gering, aber die Belastung für die Produzenten hoch. Der Sektmarkt brach in zwei Jahren nach Einführung der Sektsteuer um mehr als 25 Prozent ein.

Viele profitieren von der Entscheidung

Auch bei der Sektkellerei Kattus begrüßt man die Abschaffung der Schaumweinsteuer. Sie bringe Wettbewerbsgerechtigkeit für österreichische Produkte, hilft der angeschlagenen Gastronomie, entlastet die Umwelt durch kürzere Transportwege und schafft Arbeitsplätze, so die Argumente. Letztlich können sich vor allem landwirtschaftliche Produzenten durch die neue Steuergerechtigkeit höhere Absatzmengen erwarten.

„Wir sind erleichtert, dass auch unseren Partnerinnen und Partnern in der Gastronomie durch dieses umfassende Maßnahmenpaket der österreichischen Bundesregierung am Weg in die ‚neue Normalität‘ geholfen wird“, sagt Johannes Kattus.

 

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