31.05.2022

Erfolgswinzer im Wald und auf dem Berg

Kürzlich fanden wieder die Endverkostungen für den heurigen „Wäldar Win“ im Bregenzerwald und den „Lecher Festwein“ am Arlberg statt.

Es gleicht einem Fest, wenn der „Wäldar Win“ Jahr für Jahr im Bregenzerwald verkostet wird, und schließlich aus ursprünglich etwa 80 eingereichten Weinen die Sieger in Weiß, Rosé und Rot bestimmt werden. Die groß angelegten Verkostungen finden jährlich in einem Bregenzerwälder Gastronomiebetrieb statt, heuer im Hotel Schetteregger Hof in Schetteregg bei Familie Albrecht.

Dieses Gemeinschaftsprojekt der „Weinviertler Weinstraße“ mit der „Bregenzerwälder Käsestrasse“ bewährt sich nahezu 20 Jahre sehr erfolgreich. Dementsprechend viele Wirte, Hoteliers, Sommeliers, Weinakademiker und Weinfreunde sind Jahr für Jahr dabei, um an der Entscheidung um den besten Wein mit zu verkosten.

19 Weine in der engeren Auswahl

Heuer waren über 70 Verkoster am Werk, um aus elf Weißweinen – alles Grüne Veltliner Weinviertel DAC –, vier Roséweinen und vier Rotweinen die jeweiligen Sieger zu bestimmen – natürlich in einer Blindverkostung, lediglich Farbe und Jahrgang waren bekannt.

Nur die 19 Besten sind in den Bregenzerwald gekommen, über die verantwortungsvolle Aufgabe des Verkoster-Teams, das ein ganzes Arbeitsjahr der Winzer zu bewerten hatte, informierten am Beginn der Initiator aus dem Weinviertel, „Mister Probus“ Toni Honsig und Verkostungsleiter Willi Hirsch.

Drei würdige Vertreter des Weinviertels

Nach genauester Auswertung durften sich Matthias Ruttenstock aus Röschitz mit seinem Grünen Veltliner Weinviertel DAC als Weißweinsieger, Bernhard Fein aus Hagenbrunn mit seinem Rosé 2021 aus Zweigelt und Rösler am Roséwein-Sektor, und Herbert Studeny mit seinem Rotwein-Cuvée „Hängender Stein“ 2019 bei den Rotweinen freuen. Die herzlichen Gratulationen an alle Sieger wurden bei einem abschließenden Menü und einem sehr ansprechenden Käsebuffet der Bregenzerwälder Käsestrasse dementsprechend gefeiert.

Tags darauf Verkostung für „Lecher Festwein“

Schon einen Tag später verkostete man im Hotel Berghof in Lech den „Lecher Festwein“ 2022. Seit nahezu 30 Jahren findet diese, aus einer Freundschaft zwischen Berghof-Hotelier Peter Burger und „Mister Probus“ Toni Honsig aus Pulkau entstandene Sieger-Verkostung am Ende der Wintersaison in Lech statt.

Immer wieder beteiligen sich die Wirte, Hoteliers, Sommeliers, Weinakademiker und Winzer aus den Weinbaugebieten, sogar zahlreiche Vertreter und Freunde aus den Partnerorten von Lech, Happo-Hakkuba, Sylt und Beaver Creek und die Mitglieder des Vorarlberger Sommeliervereins.

Moderator Stefan Jochum verstand es bestens, in ausgewählten Worten einige Erinnerungen rund um den „Lecher Festwein“ allen Anwesenden näherzubringen und die Vorfreude auf die herrlichen 21er-Jahrgänge zu erhöhen. An die 40 Winzer reichten 60 Weine zur umfangreichen Vorverkostung im Retzerland ein, geleitet von Leo Wurst vom Landesweingut in Retz.

Von Diplom-Sommelier Günther Meindl professionell vorbereitet, kam Wein um Wein in die Gläser, es wurden Farbe, Geruch und Geschmack ergründet, erschnüffelt, geschmeckt und bewertet. Nach 18 Weinen, 13 in Weiß und fünf in Rot standen die Sieger fest.

Dem Genuss freien Lauf gelassen

Der weiße Lecher Festwein 2022 kommt von Gerald Pass aus Etzmannsdorf im Weinviertel und ist ein Grüner Veltliner Weinviertel DAC 2021 Klassik, der rote Lecher Festwein wurde von Johannes Autrieth aus Hadres gekeltert, ein Cuvée 2019 „Tricolore“.

Nach eineinhalbstündiger konzentrierter Verkostungsarbeit wurde auf der einladenden Sonnenterrasse des Berghofes noch reger Erfahrungsaustausch betrieben, zu stärkenden Canapé-Brötchen und manchen zuvor verkosteten Weinen dem Genuss freien Lauf gelassen.

Willi Hirsch

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