24.06.2020

Erreichbarkeit als Lebensader 

Wiens Tourismus hegt große Hoffnung auf die Rückkehr des Betriebs am Flughafen Wien und begrüßt die Maßnahmen wie reduzierte Entgelte für Airlines und Anreize für mehr Sitzplatzkapazitäten.

Wie bereits im April verzeichneten Wiens Tourismusbetriebe auch im Mai ein dramatisches Minus: Die Nächtigungen gingen um 97,5% auf 39.000 zurück, die Ankünfte um 98,1% auf 14.000. Von Jänner bis Mai wurden 2.603.000 Nächtigungen gezählt, was einem Minus von 59,3% entspricht. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien ist in den vergangenen Monaten massiv zurückgegangen und das bekommt Wiens Visitor Economy stark zu spüren.

„Die Hälfte aller Wien-Reisenden kommt auf dem Luftweg, bei Kongressgästen sind es sogar drei Viertel. Das zeigt, wie stark der Erfolg unserer Tourismuswirtschaft, zugleich auch des gesamten Wirtschaftsstandorts von der Erreichbarkeit per Flugzeug abhängig ist“, so Tourismusdirektor Norbert Kettner. Über 80 % der Wiener Nächtigungen kommen aus dem Ausland. In den vergangenen zehn Jahren (2010-2019) betrug das Nächtigungswachstum aus Europa 53%, jenes aus Fernmärkten mit 122% mehr als das Doppelte.

Reaktivierungsmaßnahmen werden helfen

Um Luftfahrt und heimischen Tourismus anzukurbeln, reduziert der Flughafen Wien Entgelte für Airlines und schafft Anreize, wieder mehr Sitzplatzkapazitäten anzubieten. „Nach zwei Monaten des Totalausfalls kommt der stark vom internationalen Flugverkehr abhängige Städtetourismus in Wien nur langsam in Gang. Ich danke dem Flughafen für die Reaktivierungsmaßnahmen, die auch der Wiener Visitor Economy zugutekommen“, erklärt Tourismusdirektor Norbert Kettner.

Ergänzend zum in Wiens Visitor Economy Strategie 2025 festgeschriebenen „Smart Air Service Development“, das den Fokus auf die Entwicklung von Langstreckenverbindungen und Zusammenarbeit mit so genannten „Legacy Carriern“ legt, die mit ihrem starken Netzwerk den Flugverkehrsstandort Wien stärken, setzt der WienTourismus auch auf Kooperation mit der Bahn. Unter dem Titel „Rail Service Development“ soll der Anteil jener Reisenden, die per Zug nach Wien kommen, erhöht, und der Anteil jener, die mit dem Auto anreisen, verringert werden. Zugleich soll Wien als Night Jet Hub positioniert werden.

2020 wird für Wiens Tourismuswirtschaft nicht zu retten sein. Die Bewältigung der enormen Herausforderung gleichen mehr einem Marathon denn einem Sprint, betont Kettner.

 

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