25.06.2020

Erste Wiener Gastro-Gutscheine bereits gesperrt

Einige der als Corona-Hilfsmaßnahme eingeführten Gutscheine dürften bereits unrechtmäßig die Besitzer gewechselt haben. Das Bons gesperrt werden ist möglich, weil sie über Registriernummern verfügen und im Lokal gescannt werden müssen.

Die Polizei vermeldete am Donnerstag auch eine erste Anzeige wegen eines aufgebrochenen Briefkasten in Wien-Floridsdorf. "Die Kollegen rechnen mit weiteren, da der Anzeiger angedeutet hat, dass es möglicherweise auch andere Geschädigte in seinem Wohnhaus gibt", hieß es seitens der Exekutive. Da diese Anzeigen wegen Einbruchsdiebstahls in jeder Polizeiinspektion in Wien gemacht werden können, sei es zudem "durchaus möglich, dass es weitere Anzeigen gibt".

Die Anzahl der Gutscheine, die aus dem Verkehr gezogen wurden, liegt aktuell im mittleren zweistelligen Bereich, wurde auf APA-Anfrage betont. Sie wurden der Polizei als mutmaßlich entwendet gemeldet. Die Gutscheine sind nicht personalisiert, können also nicht nur durch die Empfänger genutzt werden. Auch das Verschenken oder Verkaufen ist im Prinzip erlaubt, womit sie auch als Spenden an Hilfsorganisationen verwendet werden können.

Einlösbar ist der Wiener Gastro-Gutschein aktuell in rund 2.000 Lokalen. Infos, welche Betriebe mit dabei sind, gibt es auf wienergastrogutschein.at/. Rund 950.000 Gutscheine wurden ausgegeben. Sie weisen ein Guthaben von 50 bzw. 25 Euro (für Einpersonenhaushalte, Anm.) auf und können bis Ende September bei registrierten Wirten für Speisen und nicht-alkoholische Getränke eingelöst werden. Die Kosten für die Aktion werden mit 40 Mio. Euro beziffert.

(APA/Red)

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