17.10.2020

EU will Begriff „Veggie Burger“ verbieten

Aufschrei in der Veggie-Szene: Die EU plant offenbar fleisch-affine Begriffe wie Burger, Wurst oder Steak im Zusammenhang mit vegetarischen Gerichten zu verbieten.

Kommenden Dienstag findet im EU-Parlament eine Abstimmung statt, die weitreichende Konsequenzen haben könnte. Im Plenum wird abgestimmt, ob Begriffe wie Burger, Wurst oder Steak in Zukunft nicht mehr für vegetarische Lebensmittel (wie z. B. Bohnen-Burger) verwendet werden dürfen. Sowohl Umwelt- und Tierschutz-NGOs, heimische Lebensmittelproduzenten als auch der Konsumentenschutz kritisieren den Entwurf stark, da er nur für zusätzliche Verwirrung sorgen würde und keinen Transparenz-Mehrwert bringt. Das hat auch der renommierte Dachverband der Europäischen Konsumentenschutzorganisationen (BEUC) in einer Aussendung klargemacht.

HGV PRAXIS befragte dazu Felix Hnat von der Veganen Gesellschaft über die Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens: „Der Entwurf ist absurd. Es gibt in Österreich laut VKI keinen einzigen dokumentierten Fall, dass jemand unabsichtlich ein vegetarisches Produkt gekauft hat. Das Gesetz ist völlig sinnlos. Im Gegenteil: Es sorgt nur für Verwirrung, wenn dann am vegetarischen Burger-Patty plötzlich ,Bratscheibe‘ steht.“ Im Nachsatz hat Hnat ein Argument parat, das nicht ganz unberechtigt ist. „Die Konsumenten sind mündig: Es glaubt ja auch niemand, dass in einer Fleischtomate Fleisch enthalten ist.“

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Partner

Mediadaten