25.03.2021

EU will Bio-Anteil von 25 Prozent bis 2030

Die Landwirtschaft in der EU soll im Rahmen des Green Deals in den kommenden Jahren umweltfreundlicher werden. Ziel ist ein Bio-Flächenanteil von 25 % bis 2030.

Derzeit liegt der Bioanteil aber lediglich bei 8,5 %. Um dies zu erreichen, stellte die EU-Kommission einen Bio-Aktionsplan vor. „Das ist eine sehr große Herausforderung“, sagte EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Als größte Herausforderung sieht der EU-Landwirtschaftskommissar den stark unterschiedlichen Bio-Flächenanteil in den einzelnen EU-Staaten.

Spitzenreiter Österreich

Österreich ist Spitzenreiter mit einem Anteil von 26 %, gefolgt von Schweden und Estland mit 20 % und Italien sowie Lettland mit 15 %. Weniger als 3 % Bio-Fläche in der gesamten Landwirtschaft gibt es in Bulgarien, Rumänien, Niederlande, Irland und Polen. Mit ihrer Bio-Strategie will die EU-Kommission die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln und die Produktion ankurbeln, unter anderem mit Informationskampagnen, der Forcierung von Bio-Essen in Kantinen und Schulen und der Förderung von Bio-Tourismus. Außerdem soll die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln durch die Entwicklung einer Datenbank verbessert und ein EU-Bio-Tag eingeführt werden.

Bauern zu mehr Umstellung motivieren

Zusätzlich sollen konventionelle Bauern mit mehr Förderungen zur Umstellung auf Bio-Landwirtschaft motiviert werden. Bei der aktuellen Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) sind sogenannte Öko-Regelungen (Eco-Schemes) geplant, von denen Bio-Landwirte profitieren sollen. Die einzelnen EU-Staaten müssen nun eigene Strategien für den Ausbau ihrer Öko-Landwirtschaft erarbeiten, in Österreich soll dies in den kommenden Monaten geschehen.

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