06.12.2021

Falstaff-Gründer Helmut Romé gestorben

Der Grandseigneur des heimischen Weinjournalismus ist am 2. Dezember 82-jährig gestorben.

Helmut Romé habe die Entwicklung der österreichischen Weinkultur in den vergangenen Jahren „maßgeblich geprägt“, heißt es in einem Nachruf auf der Website des Magazins „Falstaff“. „Er hat einen wesentlichen Anteil am Qualitätswunder des österreichischen Weines, wir werden ihn nie vergessen“, so „Falstaff“-Herausgeber Wolfgang Rosam, der das Magazin vor zwölf Jahren übernommen hat.

Weinkenner über viele Jahrzehnte

Der gebürtige Steirer Romé promovierte 1966 an der Universität Graz in Rechtswissenschaften, wandte sich danach allerdings der Publizistik zu. Er arbeitete u.a. als Brüssel-Korrespondent für die „Arbeiter Zeitung“, bevor er im Herbst 1980 gemeinsam mit Hans Dibold die erste „Falstaff“-Ausgabe herausbrachte. Bereits ein Jahr zuvor veröffentlichte er sein Buch „Die großen Weine Österreichs“. Mitte der 1990er-Jahre startete Romé zudem das „European Cigar Cult Journal“, das heute als „Cigar Journal“ erscheint.

Begründer der heimischen Sommellerie

Sehr verdient hat sich Helmut Romé auch um die österreichische Sommellerie gemacht. 1989 führte das Falstaff anlässlich der Messe „Alles für den Gast“ den ersten Wettkampf zum „Sommelier des Jahres“ durch. Der damalige Sieger hieß Hubert Fohringer, damals Chefsommelier im Landhaus Bacher. Der heutige Präsident des Vorarlberger Sommeliervereins Willi Hirsch wurde damals Dritter. Der Wettbewerb wird Mittlerweile von der Sommelier Union Austria eigenhändig durchgeführt. Romé aber als Begründer der heimischen Sommellerie zu bezeichnen ist sicher nicht übertrieben.

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