29.07.2019

Flughafen Berlin: Das wird vielleicht noch was

Am künftigen deutschen Hauptstadtflughafen BER prüft der TÜV seit Montag, ob alle wichtigen technischen Anlagen des Hauptterminals im Verbund funktionieren. Nach jahrelanger Sanierung gilt ein Erfolg der Prüfungen als Voraussetzung dafür, dass der Flughafen wie geplant im Oktober 2020 in Betrieb gehen kann.

"Wir erwarten keine größeren Probleme", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup im RBB-Inforadio. Er sei sehr optimistisch, was den Eröffnungstermin angeht.

Der drittgrößte deutsche Flughafen sollte eigentlich im Herbst 2011 in Betrieb gehen. Die Eröffnung wurde aber sechsmal verschoben. Baumängel, Technikprobleme und Planungsfehler verzögerten das Vorhaben. Vor allem beim Brandschutz gab es viele Umbauten.

Bei der nun durchgeführten sogenannten Wirk-Prinzip-Prüfung (WPP) wird geprüft, ob die Anlagengruppen im Zusammenspiel funktionieren. Dazu zählen zum Beispiel die Brandmelde- und Alarmierungsanlagen und die Sicherheitsstromversorgung. Davor waren die Anlagen einzeln geprüft worden. 

Berlin rüstet sich

Bisher fliegen Berlin-Passagiere von den bestehenden Flughäfen in Schönefeld und Tegel. Der Flughafen Tegel trägt die Hauptlast des Berliner Luftverkehrs. Der Innenstadtflughafen soll spätestens ein halbes Jahr nach dem Start des BER an der Stadtgrenze in Brandenburg schließen, der alte Flughafen Schönefeld aber noch bis 2025 als Teil des BER in Betrieb bleiben.

Um die wachsenden Passagierzahlen zu bewältigen, entsteht direkt am BER ein weiteres Terminal, für das an diesem Dienstag das Richtfest gefeiert wird. Das Terminal 2 soll in Schönefeld Platz für weitere sechs Millionen Fluggäste im Jahr schaffen.

Nach dem Misserfolg mit dem Hauptterminal ist die Flughafengesellschaft beim Terminal 2 nicht selbst Bauherr. Der 200 Millionen Euro teure Zusatzbau wird von einem Generalunternehmer schlüsselfertig erstellt.

(APA/Red)

 

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