04.03.2021

Flughafen Wien hofft nach Delle 2020 auf das laufende Jahr

Der Flughafen Wien hat erwartungsgemäß 2020 wegen der Coronapandemie und dem Einbruch der internationalen Reisen massiv gelitten. Der Umsatz ging um 61,1 Prozent auf 333,7 Mio. Euro zurück, es gab erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Verlust, der mit 75,7 Mio. Euro gleich heftig ausfiel.

2020 gab es nur 7,8 Mio. Reisende, so wenige wie zuletzt 1994. Auch jetzt liegt das tägliche Passagieraufkommen unter 10 Prozent des Vorkrisenniveaus. Über das ganze Jahr hofft der Flughafen Wien, dass die Passagierzahl 40 Prozent der Vor-Coronazeiten betragen wird, in Wien wären das 12,5 Millionen Passagiere, in der Gruppe inklusive Flughäfen Malta und Kosice 15,9 Millionen. Angesichts dieser Erwartungen brauche der Flughafen bis Ende 2022 Kurzarbeit, sonst drohe ein massiver Jobabbau.

"Wer geimpft, immun oder negativ getestet ist, muss reisen dürfen, andauernde Einschränkungen für Geimpfte sind nicht gerechtfertigt", fordert Flughafen-Vorstand Günther Ofner. Dafür brauche es europaweit einheitliche Mindeststandards für Impf- und Testnachweise.

Der Flughafen Wien hat 2020 seine Investitionen auf weniger als die Hälfte (von 171,8 auf 79,9 Mio. Euro) reduziert. Heuer soll es eine weitere Reduktion der Investitionen auf 62 Mio. Euro geben.

Heuer hofft der Flughafen auf einen Aufschwung ab dem zweiten Halbjahr und in Summe auf eine "Schwarze Null" mit 4 Mio. Euro Gewinn bei 430 Mio. Euro Umsatz.

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