03.03.2020

Flugline "People's" reduziert Angebot auf Wien-Strecke

Die Fluggesellschaft, die Vorarlberg und die Ostschweiz mit Wien verbindet, reduziert aufgrund der Coronavirus-Epidemie ihren Flugplan. Die großen Airlines Europas warten mit Zukunftsprognosen über die Auswirkungen der Coronavirus-Krise noch ab.

Zwischen 16. März und 17. April wird die Strecke Altenrhein-Wien nur zu den Tagesrandzeiten bedient, informierte das Unternehmen. Der Betrieb am Flughafen St. Gallen-Altenrhein könne aber weiter ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Aufgrund der Coronavirus-Thematik habe sich die Buchungslage auch bei "People's" deutlich verändert, hieß es. Die Geschäftsleitung sehe sich deshalb gezwungen, den Flugplan anzupassen und die Frequenzen werktags von drei auf zwei Flüge pro Tag herabzusetzen.

Auswirkungen auf die europäischen Fluglinien

Die rasante Ausbreitung des neuen Coronavirus hat für Europas Fluggesellschaften unabsehbare Folgen. Mehrere Airline-Chefs berichteten bei einem Branchentreffen in Brüssel von einem starken Rückgang der Buchungszahlen. "Es ist klar, dass wir noch nicht die vollen Auswirkungen von Covid-19 erkennen können", sagte Air-France-KLM-Vorstand Benjamin Smith, der auch dem Verband Airlines for Europe (A4E) vorsitzt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, "die Situation ist sehr dynamisch". Derzeit blieben wegen der Viruskrise rechnerisch 23 von 200 Langstreckenmaschinen am Boden.

Ryanair-Chef Michael O'Leary erwartet nach eigenen Worten eine sehr schwache Nachfrage "in den nächsten zwei, drei Wochen". Wenn sich die Infektionswelle dann nicht verstärke, würden die Menschen irgendwann genug von den Warnungen haben: Im Juni und Juli "wird das Paniklevel sinken", lautete O'Learys Prognose.

Änderung der Fluggastrechte gefordert

Die "außergewöhnlichen Umstände" der Coronavirus-Lage zeigten außerdem, dass die Politik Europas Fluggastrechte rasch ändern müsse, sagte A4E-Geschäftsführer Thomas Reynaert. Auch mit den angestrebten EU-Regeln für die Entschädigung bei Flugverspätungen und -ausfällen blieben die Fluggesellschaften angespornt, ihre Passagiere so schnell wie möglich ans Ziel zu bringen.

Der Verband und die Airline-Chefs forderten die Politik zudem auf, der Branche bei der Umstellung auf einen umweltfreundlicheren Betrieb zu helfen. "Es ist ein Skandal, dass wir im europäischen Luftraum fliegen wie vor 40 Jahren", sagte Walsh. "Wir dürfen unsere Maschinen nicht so effizient wie möglich fliegen." Wenn der Luftraum besser genutzt würde, ließen sich in Europa 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen, erklärte Walsh. Die effizientere Kontrolle des europäischen Luftraums müsse das Ziel sein. Europa müsse zudem mehr in die Produktion erneuerbarer Kraftstoffe investieren.

(APA/Red)

 

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten