13.03.2020

Fohrenburger-Übernahme wird Fall für Kartellgericht

Die Brau Union kiefelt an der Übernahme an der Vorarlberger Brauerei Fohrenburger. Die Wettbewerbsbehörde will das Kartellgericht anrufen.

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) will die Mehrheitsübernahme der Vorarlberger Brauerei Fohrenburger mit Sitz in Bludenz durch die zur Heineken-Gruppe gehörende österreichische Brau Union durch das Kartellgericht prüfen lassen. Die Brau-Union-Gruppe ist die größte Brauerei Österreichs und war bisher kaum in Vorarlberg aktiv. Die BWB und der Bundeskartellanwalt haben am 12. März einen Prüfungsantrag an das Kartellgericht gestellt. Das Kartellgericht hat nun fünf Monate Zeit den Zusammenschluss zu prüfen.

„Die Untersuchungen der BWB ergaben wettbewerbliche Bedenken in Hinblick auf mögliche Abschottungs- und Verdrängungsstrategien gegenüber konkurrierenden Brauereien und Getränkegroßhändlern“, teilten die Wettbewerbshüter mit. Am 13. Februar 2020 wurde die geplante Übernahme von weiteren 62,94 Prozent der Fohrenburger-Anteile durch die Brau Union bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet. Bisher hielt die Brau Union rund 11 Prozent an der Vorarlberger Brauerei. Zur Brau Union gehören unter anderem die Marken Gösser, Zipfer, Kaiser, Puntigamer, Schwechater, Wieselburger, Schladminger und Edelweiss.

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