28.08.2020

Fohrenburger zur Brau Union ist durch

Die Brau Union AG engagiert sich mehrheitlich bei der Fohrenburger AG. Der Zusammenschluss wurde nun unter einigen Auflagen der Bundeswettbewerbsbehörde kartellrechtlich freigegeben.

Durch die enge Zusammenarbeit gebe es neue Möglichkeiten und Chancen für beide Seiten, heißt es in einer Presseaussendung der Brau Union. So könne Fohrenburger neue Kundengruppen im süddeutschen Raum erschließen, was auch den Produktionsstandort in Bludenz weiter stärkt.

Wolfgang Sila, Geschäftsführer Fohrenburger Brauerei & s'Fäscht GmbH: „Die bisher positive Entwicklung der Fohrenburger Brauerei & s'Fäscht GmbH kann dadurch erfolgreich fortgeführt werden.“

Die Brauerei Fohrenburg & s'Fäscht GmbH ist mit 135 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von ca. 29 Millionen Euro eine der bedeutendsten Brauereien in Vorarlberg und braut seit 1881 in Bludenz. Die Brauerei hat mit der Fohrenburg s’Fäscht GmbH einen einzigen Kunden. Diese Gesellschaft kümmert sich um Vertrieb inklusive Logistik, Verwaltung, Marketing und Technik. 

Trotz Bedenken der Mitbewerber genehmigt

Die Auflagen der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) für die Übernahme von 62,94 % der Anteile an und die alleinige Kontrolle über Fohrenburg Beteiligungs-Aktiengesellschaft (Fohrenburg) durch Brau Union Aktiengesellschaft (Brau Union) beinhalten unter anderem ein Monitoring bei Rabattaktionen sowie Einschränkungen bei Unternehmenskäufen durch die Brau Union.

Die Befragungen des Gutachters im Rahmen des Kartellgerichtsverfahrens haben ergeben, dass die konkurrierenden Brauereien zwar erhebliche Bedenken gegenüber dem Zusammenschluss haben, sich aber nicht konkret gefährdet sehen, vom Markt verdrängt zu werden.

Die vereinbarten Auflagen beinhalten:

  • Ein Monitoring der Rabattaktionen im Lebensmitteleinzelhandel für die nächsten drei Jahre.
  • Die Brau Union muss der Bundeswettbewerbsbehörde und dem Bundeskartellanwalt bei Bedenken zu Rabattaktion im Lebensmitteleinzelhandel oder im Direktvertrieb an die Gastronomie alle notwendigen Informationen (insbesondere Kostendaten) zu Verfügung zu stellen.
  • Die Brau Union verpflichtet sich für die nächsten fünf Jahre keine neuen Gaststätten in Vorarlberg zu kaufen oder zu pachten.
  • Die Brau Union verpflichtet sich für die nächsten fünf Jahre unter bestimmten Voraussetzungen keine anderen Brauereien mit Sitz in Österreich zu erwerben.

 

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