02.12.2020

Frankfurter Würstel erhalten gute Noten

Bei einem Test der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat ein Lieblingssnack der Österreicher, die Frankfurter Würstel, gut abgeschnitten.

Geprüft wurden elf Frankfurter aus dem Kühlregal, darunter vier Bio- und sieben konventionelle Produkte. Die Konsumentenschützer der AK griffen dabei ausschließlich zu Eigenmarken von Supermarktketten und Discountern. Fast drei Viertel der Proben waren sensorisch und mikrobiologisch einwandfrei, zeigten sich die Tester erfreut.

Acht der elf Proben waren demnach auch am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums einwandfrei. Drei Produkte wurden als wertgemindert eingestuft. Die Keimbelastung und die Anzahl an Milchsäurebakterien lagen hier bereits deutlich über dem Richtwert. Das betraf die Produkte der Eigenmarken Clever (Rewe), Tann und Natur Pur (beide Spar). Die drei Proben fielen auch wegen säuerlichen Geruchs negativ auf, zwei davon schmeckten den Testern zufolge auch leicht säuerlich.

Unproblematischer Phosphatgehalt, Kritik an Aromen

Ebenfalls untersucht wurde der Phosphatgehalt der Proben. Phosphate kommen zwar natürlicher Weise in Lebensmitteln vor, werden jedoch auch zugesetzt. In einigen Produkten im Test waren sie als Säureregulatoren oder Stabilisatoren enthalten, deklariert als Di-, Tri- oder Polyphosphate. Phosphate werden kritisch gesehen, sie werden unter anderem mit Erkrankungen der Nieren in Verbindung gebracht. Die in den geprüften Produkten enthaltenen Mengen seien jedoch unproblematisch, so die AK. In Bio-Wurstwaren ist der Zusatz von Phosphaten nicht zulässig.

Als positiv wurde der hohe Fleischanteil in den Würsteln bewertet, im Test reichte der Gehalt von 70 bis 85 Prozent. Leise Kritik übten die Konsumentenschützer an geschmacksverstärkendem Mononatriumglutamat in drei, und dem Zusatz von Aromen in zwei Proben. Gute Frankfurter kämen ohne solche Zusätze aus, Speck und Räucherung sollten für guten Geschmack ausreichen.

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