02.06.2021

Freistadt gewinnt Wellness-Hotelier als Investor

Der Eigentümer des Wellnesshotels „Guglwald“, Dietmar Hehenberger, erwarb in der Mühlviertler Bezirksstadt ein Grundstück, auf dem er ein zehnstöckiges Hotel bauen will.

Die unendliche Geschichte, ob die Braustadt Freistadt im Mühlviertel endlich ein adäquates Vier-Sterne-Hotel bekommt, um den Tourismus voranzutreiben, könnte nun zu einem Happyend führen. Jedenfalls hat der Gemeinderat grünes Licht dafür gegeben, dass das Grundstück um die alte Versteigerungshalle an Guglwald-Hotelier Hehenberger verkauft wird. Der im Mühlviertel bekannte Hotelier kauft das Grundstück um über 650.000 Euro. In Freistadt hofft man, dass vor allem die Messe von dem neuen Hotel profitiert. Davor gab es lange Diskussionen, wo genau das neuen Hotel entstehen soll.

Im Februar und März dieses Jahres kam es dann zu einem neuen Anlauf: erste Gespräche mit Hehenberger, dessen Familie das Hotel Guglwald in Schönegg in Vorderweißenbach (Bezirk Urfahr-Umgebung) betreibt, verliefen positiv. Hehenberger will in Freistadt auf dem Areal der Messe ein Vier-Sterne Hotel bauen.

200 Betten, Sky-Restaurant und Kongressräume

Geplant sei ein zehngeschoßiger Bau mit 218 Betten, einem Sky-Restaurant im obersten Stock und Kongressräumen im Erdgeschoß sowie einer Tiefgarage für etwa 180 Fahrzeuge. Hehenberger stellte aber eine Bedingung: „Wenn es zu einem Polit-Hickhack wird, dann ziehe ich mich sofort zurück“. Der Unternehmer legte auch ein Bekenntnis zur alten Versteigerungshalle ab, die er auf jeden Fall erhalten und in den Hotelkomplex integrieren will. „Das Gebäude wäre eine ideale Markthalle, in der Bauern aus der Region ihre Lebensmittel anbieten könnten.“ Bereits 2023 könnte das Hotel in Betrieb gehen, hieß es.

Wobei Hehenbergers Businessplan zumindest ambitioniert klingt: Im ersten vollen Geschäftsjahr will er 42.000 Nächtigungen erwirtschaften. Wären alle 108 zur Verfügung stehenden Zimmer zu 100 Prozent in Einzelbelegung ausgelastet, ergäbe das noch keine 40.000 Nächtigungen. Natürlich wird es auch viele Doppelbelegungen geben, aber im touristisch nicht gerade wachgeküssten Mühlviertel dürfte sich diese Auslastung als eine gewisse Herausforderung erweisen.

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