03.06.2022

Gewettet wird überwiegend im Internet

Fast 60 Prozent aller Spiel- und Wetteinsätze werden im Internet getätigt, hat das Branchenradar erhoben.

Trotz mehrwöchigem Lockdown konnte der Markt für Glücksspiel und Sportwetten im vergangenen Jahr das Niveau zumindest halten. Laut aktuellem Branchenradar„Glücksspiel & Sportwetten in Österreich“ stagnierten die Spiel- und Wetteinsätze im Jahr 2021 bei insgesamt 16,2 Milliarden Euro. Die Erlöse der Anbieter, also die Einsätze abzüglich ausgeschütteter Gewinne, stiegen moderat um 2,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 1,7 Milliarden Euro. Zuwächse bei diesen Bruttospiel- und Wetterträgen (BSE/BWE) gab es allerdings nur bei Lotterie-Glücksspielen und vor allem im Online-Sektor. Bei Lotterie-Glücksspielen erhöhten sich die einbehaltenen Einsätze um 4,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 714 Millionen Euro. Der Online-Sektor wuchs sogar um 24,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 580 Millionen Euro. Die Wachstumsbeiträge kamen in etwa je zur Hälfte aus dem Online-Glücksspiel und von Online-Sportwetten.

Der stationäre Bereich, also Spielbanken, Glücksspielautomaten außerhalb von Casinos und landbasierte Sportwetten entwickelten sich indessen durchwegs rückläufig. In Summe sanken die Bruttospiel- und Wetterträge um 20,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 411 Millionen Euro. Grund dafür waren in Wesentlichen die pandemiebedingten Betriebsschließungen.
Profitiert davon hat zweifelsohne der Online-Sektor. Die Nachfrage nach Glücksspiel und Wetten auf Onlineplattformen beschleunigte sich massiv. Im Vergleich zu 2020 stiegen die Einsätze um nahezu 18 Prozent. Mit Spiel- und Wetteinsätzen von 9,1 Milliarden Euro fanden Glücksspiel und Sportwetten damit zu nahezu sechzig Prozent im Internet statt.

(red)

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