04.03.2020

Glas-Mehrwegflasche wird „wiederbelebt“

Egger Getränke nimmt in Unterradlberg in Niederösterreich die modernste Glasabfüllanlage des Landes in Betrieb: Die 25 Millionen Euro teure Anlage kann in der Vollauslastung pro Jahr 60 Millionen Glas-Flaschen in unterschiedlichsten Gebindeformen füllen.

Egger startet den Betrieb mit den eigenen Premiummarken – Radlberger LIMÖ, Granny’s Apfelsaft sowie Unkraut – in der 1-Liter-Glas-Mehrwegflasche. Neben den eigenen Premiummarken soll Glas als Gebinde auch für die bei Egger Getränke abgefüllten Handelsmarken sowie Lohnfüllungen zum Einsatz kommen – die ersten Gespräche dazu laufen bereits.

Auch die Gastronomie soll mit den Produkten angesprochen werden. Begleitet wird die Einführung von Glas-Mehrweg durch eine mehrteilige Kampagne, bei der in Anlehnung an den jahrelangen Werbespruch der Marke Radlberger die Glas-Mehrwegflasche mit den Worten „Glasklar: So geht Sommer heute.“ vorgestellt wird.

„Als Familienunternehmen denken wir in Generationen. Dieses Investment ermöglicht ein ressourcenschonendes und nachhaltiges Angebot in der heimischen Getränkelandschaft“, so Kathrin Golger, Eigentümervertreterin des Familienunternehmens Egger Getränke.

Die ökologische Verpackungsform

Dass Glas als neue Verpackungsform gut angenommen werden wird, davon ist Frank van der Heijden, Geschäftsführer bei Egger Getränke für Verkauf und Marketing, überzeugt: „Glas in Kombination mit Mehrweg liegt im Zeitgeist.“ Glas ist ein ideales Verpackungsmaterial für Getränke: Es nimmt nichts auf, gibt nichts ab und kann dank seiner glatten Oberfläche vergleichsweise einfach und mit deutlich weniger Reinigungsmitteleinsatz gereinigt werden. Darüber hinaus können Glasflaschen bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden.

Superlative des „Tausendsassas“

Mit der Anlage, in die rund 25 Millionen Euro investiert wurden, können verschiedenste Flaschenformen von 0,2l bis 1,0l gefüllt werden – und das in unterschiedlichsten Sekundärverpackungen. Über 300 verschiedene Kombinationen sind möglich. Die Maximalleistung der neuen Glasanlage beträgt bis zu 30.000 Flaschen pro Stunde, pro Jahr kann eine Kapazität von 60 Millionen Flaschen erreicht werden. 1,2 Kilometer Fördertechnik wurden verbaut.

Die Glasanlage wird zudem zu 100 Prozent klimaneutral betrieben. Abgesehen davon ermöglicht die eingesetzte neueste Technologie, dass im Vergleich zu den herkömmlichen Produktionsanlagen 25 Prozent weniger Energie und 50 Prozent weniger Wasser verbraucht werden.
 

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