09.12.2020

Grünes Licht für Belvedere-Dependance in Salzburg

In der neuen Residenz am Mozartplatz soll ein Ableger des Wiener Belvedere untergebracht werden. Der Architekturwettbewerb soll 2021 starten, eröffnet könnte 2026 werden.

Das Kuratorium des Belvedere und der Aufsichtsrat des Salzburg Museum stimmten den Plänen zur Weiterführung des gemeinsamen Projekts einer Belvedere-Dependance in Salzburg zu. Nach der bereits erfolgten Finanzierungszusage durch Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer soll nun im Frühjahr 2021 der Architekturwettbewerb gestartet werden. Mit der Etablierung des Belvedere Salzburg wird trotz schwieriger Zeiten ein wichtiger Baustein für die Museumslandschaft Österreichs gelegt. Die zukünftige Kunsteinrichtung trägt wesentlich zu einer erweiterten Sichtbarkeit der Belvedere-Sammlung außerhalb Wiens und zu einem breiteren Selbstverständnis einer Bundessammlung bei.

Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Die Sammlungsaufstellung in Salzburg wird eine eigenständige Präsentation sein, aber auch eine Ergänzung zur Dauerausstellung in Wien, so Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere.

Die Sammlungspräsentation im neu geschaffenen Ausstellungsbereich in der Neuen Residenz wird Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart umfassen und auf Kunst- und Kulturgeschichte Salzburgs Bezug nehmen. Das Projekt wird infrastrukturell umfassende Synergien mit dem Salzburg Museum nutzen. Auch in den kuratorischen Konzepten wird die dialogische Zusammenarbeit zwischen Wien und Salzburg sichtbar sein.

Dependancen sind internationaler Trend

Es liegt in den letzten Jahrzehnten im Trend, dass international bedeutende Museen Dependancen eröffnen. Mit dem Projekt ‚Belvedere Salzburg‘ wird allerdings ein völlig neues Kapitel der Zusammenarbeit von zwei Museen an einem Standort aufgeschlagen. Im Zentrum des UNESCO Weltkulturerbes Salzburg entsteht ein Projekt, das auch von den Sammlungsbeständen und den beiden Institutionsgeschichten eine hochattraktive neue Erzählung in der Museumlandschaft Österreichs eröffnen wird, ist Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museum, überzeugt.

30 Millionen Euro Baukosten

Bislang wurde ein Raum- und Funktionsprogramm erarbeitet, das neben der Errichtung von Ausstellungsräumen eine gestalterische Aufwertung des Gesamtareals der Neuen Residenz und eine attraktive Anbindung an die Fußgängerführung durch die öffentlichen Zonen der Neuen Residenz vorsieht. In einem nächsten Schritt soll im Frühjahr 2021 ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden, der bis November 2021 dauert und Konzepte für Umbauarbeiten von Osttrakt und Innenhof 2 umfasst. Der Baubeginn ist im vierten Quartal 2022 geplant. Die Baukosten für das Gesamtprojekt werden auf netto ca. 30 Millionen Euro geschätzt.

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Partner

Mediadaten