07.08.2018

HACCP auch bei Kleidung beachten

Ein Mindestmaß an Hygiene ist bei der Essenszubereitung Voraussetzung. Das Kontrollsystem HACCP schließt auch Arbeitskleidung nicht aus.

Wer Lebensmittel herstellt, verarbeitet oder zubereitet ist verpflichtet, seine Hygienepraxis nach einem klar definierten HACCP-Konzept zu organisieren. Bei HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) sind kritische Kontrollpunkte definiert, an denen Hygiene-relevante Aktionen besonders stark zutage treten. Ein Beispiel ist die Gefahr von Kreuzkontamination durch ineinandergreifende Arbeitswege. Ein besonders heikler Punkt ist die Arbeitskleidung.

Gerade die Bekleidung ist ein ideales Transportmittel von Verschmutzungen, Bakterien oder Keimen von A nach B, was bei einem professionellen Hygienekonzept gerade vermieden werden sollte. „Zu einem HACCP-Konzept gehört, alle Verarbeitungsschritte zu betrachten und herauszufinden, wo die Risiken liegen“, erklärt Petra Gerl, Produktmanagerin und HACCP-Expertin beim Anbieter für Berufsbekleidung CWS-boco. Gerl definiert die Anforderungen professioneller Arbeitskleidung: „Beim Material sollte es sich um ein Polyester/Baumwoll-Mischgewebe handeln. Taschen sind bevorzugt innenliegend oder müssen mit Patten verschließbar sein, lange Arme sind zudem hygienisch von Vorteil.“

Ein Risikobereich ist auch die Reinigung der Kleidung. Expertin Gerl zu HGV PRAXIS: „Eine Aufbereitung in privaten Haushalten sollte nicht durchgeführt werden. Es ist zwar möglich, HACCP-Kleidung betriebsintern zu waschen, doch dann muss dies nach strengen Hygienevorgaben erfolgen. Einen textilen Dienstleister zu beauftragen ist nicht nur praktisch, sondern auch sicherer.“ CWS-boco bietet mit seinen Linien Basis, Standard und Bicolor HACCP zertifizierte Kleidung für verschiedene Ansprüche in allen drei Risikoklassen. Das Angebot reicht von Arbeitsjacken, Kitteln, Hosen, Overalls, T-Shirts bis hin zu Kopfbedeckungen.

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