25.05.2022

Hagleitner eröffnet neues Werk in Zell am See

Das Salzburger Hygieneunternehmen will dreimal so viel wie bisher produzieren. Außerdem eröffnete Hagleitner eine neue Hygieneakademie, um Wissen für die breite Bevölkerung zugänglich zu machen.

Bis zu 21 Millionen Hygieneartikel will Hagleitner im Jahr herstellen, hinzu kommen 750.000 Spender und Dosiergeräte. Der Familienkonzern hat dafür ein neues Werk gebaut, es befindet sich am Muttersitz in Zell am See und erweitert die bestehenden Anlagen. In Betrieb geht zudem eine Hygieneakademie. Insgesamt 37 Millionen Euro hat Hagleitner in die Expansion investiert, 80 neue Arbeitsplätze entstehen damit. Am Dienstag eröffnete der neue Komplex nach knapp drei Jahren Bauzeit.

„Die Nachfrage nach Hygiene aus Österreich wird weiter steigen“, sagt Geschäftsführer Hans Georg Hagleitner. „Ein entsprechendes Qualitätsbewusstsein hat sich unter Kunden etabliert.“ Hagleitner fertigt ausschließlich in Zell am See, unter Reinraum-Bedingungen laufen hier Reinigungsmittel, Kosmetikerzeugnisse, Medizinprodukte und Desinfektionsmittel vom Band, darunter auch Desinfektionstücher. „Das neue Werk erweitert die Produktionskapazität vor Ort. Im Übrigen dient es auch als Ausfallversicherung für das bestehende, beide funktionieren voneinander unabhängig“, so der Industrielle.

Standortausbau statt Firmenzukauf

Nicht jede neue Einrichtung habe man von langer Hand geplant. Die Kapazitäten bei der Spenderproduktion aufzustocken, habe erst 2020 festgestanden (für die übrigen Anlagen war der Spatenstich bereits 2019 erfolgt). „2020 ging die Nachfrage bei Desinfektionsspendern durch die Decke“, erklärt Vertriebsmanagerin Katharina Hagleitner. „Wir haben uns entscheiden müssen: Firmenzukauf oder Standortausbau? Die Wahl ist uns leichtgefallen, haben wir doch schon vorher nur in Zell am See geforscht, entwickelt und produziert. Dieses Know-how sollte regional gebündelt bleiben.“ 

Besonders abgesehen hat es Hagleitner auf Konsument:innen. „Bis 2027 möchten wir unseren Umsatz beim Endkundengeschäft verzehnfachen; aktuell beläuft er sich auf eine Million Euro, 2027 sollen es zehn Millionen Euro sein“, so Stefanie Hagleitner.

Academy für 400 Personen

Obendrein hat Hagleitner auch die hauseigene Academy eingeweiht. Dieses Ausbildungszentrum bietet Platz für 400 Personen, dabei ziele das Angebot dezidiert auch auf die breite Bevölkerung ab: „Es geht um Wissenstransfer in sämtliche Richtungen“, unterstreicht Stefanie Hagleitner. „Hygiene ist in der Mitte der Gesellschaft angelangt, Lebensmittelsicherheit zum Beispiel muss als selbstverständlich gelten. Deshalb will unsere Academy alle erreichen, die interessiert sind – besonders natürlich Mitarbeiter, Partner und Kunden.“

Die Produktionskapazität auszudehnen hat 33,5 Millionen Euro gekostet; 3,5 Millionen Euro sind zusätzlich in die Hygieneakademie geflossen.

„Wohlstand und Arbeitsplätze in der Region“

An der Feier am 24. Mai 2022 nahmen rund 130 Gäste teil, darunter Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der auch die Festrede hielt. „Mit einer umfangreichen Investitionssumme von 37 Millionen Euro bekennt sich Hagleitner bewusst zu seiner Zentrale in Zell am See und gleichzeitig auch als bedeutsamer Arbeitgeber, Wertschöpfungsgarant und Wirtschaftsmotor im Pinzgau und darüber hinaus“, so Haslauer. „Ich gratuliere dem Vorzeige-Familienunternehmen zum erweiterten Hauptstandort, der Innovation und Kreativität bündelt und gleichzeitig Wohlstand und Arbeitsplätze in der Region langfristig sichert.“ Der Landeshauptmann hat Hans Georg Hagleitner bei der Eröffnungsfeier außerdem mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg geehrt.

Über Hagleitner

Hagleitner agiert an 27 Standorten in zwölf europäischen Ländern, in 63 Ländern weltweit sind Erzeugnisse zudem über Partner verfügbar. Das Unternehmen beschäftigt 1.314 Menschen. Von April 2021 bis März 2022 erzielte das Salzburger Vorzeigeunternehmen 133,3 Millionen Euro Umsatz - der Exportanteil macht hiervon 43,3 Prozent aus.

Hagleitner Hygiene gibt es seit 1971, dabei ist das Unternehmen fest in Familienhand. Hans Georg Hagleitner hat 1988 die Geschäfte seines Vaters Johann übernommen und lenkt seither den Betrieb. Hans Georgs Töchter Katharina und Stefanie wirken 2022 federführend mit: Katharina leitet den Italienhandel, Stefanie ist für das Produktsortiment sowie für die Konsumentenmarke hagi verantwortlich.

(Red)

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