23.11.2021

Harmonisierung der Reisebeschränkungen

Europas Branchen- und Interessenvertretungen weisen in einer gemeinsamen Erklärung die EU-Mitgliedstaaten erneut auf die Dringlichkeit zur besseren Koordinierung der gesundheits- und reisepolitischen Maßnahmen hin.

Corona kennt keine Auszeit und keine Weihnachten, wie die in vielen Ländern gerade rasant in die Höhe schießenden Fallzahlen zeigen. Österreich ist seit 22. November erneut im harten (vierten) Lockdown, weitere EU-Mitgliedstaaten beginnen ebenfalls wieder, den Bewegungsradios und die Freiheiten der Bürger einzuschränken. Jedoch hat das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) erklärt, dass Reisebeschränkungen in der derzeitigen epidemiologischen Situation keine probaten Mittel sind, um Virusübertragung, Krankenhausaufenthalte oder Todesfälle zu verringern. In Anbetracht der Tatsache, dass die erwachsene Bevölkerung in der EU inzwischen zu 76,6 % geimpft ist und die Übertragung des Virus in den meisten EU-Mitgliedstaaten bereits hoch ist, würden Maßnahmen zur Beschränkung des Grenzübertritts in der Tat keinen Nutzen für die öffentliche Gesundheit bringen, sondern sich negativ auf die lokale Wirtschaft und die bereits schwer angeschlagene Reise- und Tourismusbranche auswirken.

Es braucht einen gemeinsamen Ansatz

Zahlreiche Branchenvertreter, darunter auch die ECCTA, haben am 22. November eine Erklärung abgegeben, in der sie erneut auf die Notwendigkeit eines gemeinsamen Ansatzes in Europa hinweisen. Dieser stützt sich auf Folgendes:

  • Übergang zu einem individuellen risikobasierten anstelle eines länderspezifischen Ansatzes
  • Verabschiedung eines gemeinsamen Konzepts für die Zulässigkeit und den Zeitpunkt von Auffrischungsimpfungen, um die Gültigkeit der Impfung zu verlängern
  • Aktualisierung und Angleichung der Reisebestimmungen und -beschränkungen, insbesondere in Bezug auf anerkannte Impfstoffe, die Gültigkeitsdauer von Tests und Impfungen, die Anerkennung von Antigentests usw.

„Laut ECDC hat es keine Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, wenn vollständig geimpfte Personen am Reisen gehindert werden. Wir appellieren an die Entscheider, ein gemeinsames europäisches Konzept für Reisebeschränkungen und Gesundheitsprotokolle zu verabschieden, das sich auf eindeutige Belege für den Nutzen sowie auf die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit stützt," so Pawel Niewiadomski, Präsident der ECTAA in einer Aussendung.

Die vollständige Erklärung finden Sie hier: https://www.ectaa.org/Uploads/position-papers/211122-Travel-and-tourism-stakeholders-statement.pdf

Brigitte Charwat

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