04.08.2021

Heer kämpft stärker gegen Lebensmittelabfälle

Um das Aufkommen von Essensresten und Küchenabfällen wirkungsvoll einzudämmen, veranstaltet das Bundesheer die Tagung „Smart Waste“. HGV PRAXIS ist mit dabei.

Mit rund 90 Küchen und mehreren 10.000 verabreichten Mahlzeiten pro Tag ist das österreichische Bundesheer ein maßgeblicher Stakeholder in der Großverpflegung. Das Thema „Lebensmittelverschwendung“ steht bei der Landesverteidigung natürlich mit auf der Agenda, aber noch nicht restlos strukturiert bzw. wird nicht nach einheitlichen Vorgaben zur Eindämmung vorgegangen.

„Das soll und wird sich jetzt ändern“, erläutert Rupert Fritzenwallner, Abteilungsleiter für Informations- und Kommunikationstechnologie, in der Schwarzenberg Kaserne in Salzburg Wals. Aus diesem Grund hat der IT-Manager des Heeres einen Workshop ins Leben gerufen, der sich der Thematik der „Vermeidung von Lebensmittelabfällen“ schonungslos stellt. „Das ist schon aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ein Gebot der Stunde“, so Fritzenwallner, „und aus jenen der Nachhaltigkeit sowieso“.

Am 2. September (Donnerstag) geht dieser Workshop in der Schwarzenbergkaserne über die Bühne und Fritzenwallner konnte ein hochkarätiges Expertenfeld verpflichten: Felicitas Schneider vom Thünen-Institut, Ministerialrätin Christine Hochholdinger aus dem Gesundheitsministerium ist genauso anwesend wie die Experten der Universität der Deutschen Bundeswehr, Ulrike Lechner und Sebastian Seidel, die über die Implementierung von Long Range Wide Area Networks referieren werden. Hierbei handelt es sich um sichere Funknetze, die über weite Strecken beste Verbindungsqualität garantieren und somit bei Messung von Kochgeräten, -behältern und -gebinden mit Chips oder Funkzellen ausgestattet werden, um so wertvolle Verbrauchsdaten zu liefern. Mit Befüllungssensoren und Wiegestationen soll dann die gesamte Speisenzubereitung und -logistik in punkto gelieferter Essensmengen und dem tatsächlichen Verbrauch auf den Prüfstand gestellt werden. Die auf diese Weise ermittelten Werte stehen auf einem seriösen Fundament, auf dem dann Maßnahmen gesetzt werden können, die zu effizienterem Lebensmitteleinsatz führen.

Internet of Things wird Realität

Die Thematik LoRaWAN (Long Range Wide Area Networks) befindet sich schon mitten in der Materie des „Internet of Things“ einem immer häufiger gebrauchten Schlagwort, das die Verbindung auf digitaler Basis unterschiedlichster Applikationen in Betrieben meint. Dazu gehören auch sämtliche Prozesse bei der Speisenzubereitung, die die Basis dafür bilden, um den Einsatz von Lebensmittel so sparsam wie möglich zu gewährleisten.

Nicht nur jede Tonne verschwendeter Lebensmittel ist eine zu viel, die jährlich allein in der GV anfallenden 60.000 Tonnen könnten anhand der Ergebnisse der Smart Waste-Konferenz des Bundesheeres empfindlich reduziert werden.

Nähere Informationen und Anmeldung unter:

o.monod-roider(at)hbv.gv.at

r.fritzenwallner(at)hbv.gv.at

Ort und Zeit:

5071 Wals bei Salzburg,

Schwarzenberg Kaserne,

Standortkasino

02.09.2019, 09:30 – 15:30 Uhr

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