01.10.2021

Heurigenkultur im Schönbrunner Tiergarten

Gastronom Josip Susnjara realisierte einen lange gehegten Wunsch: einen Heurigen im Schönbrunner Tiergarten, der ab heute (1. Oktober) offen ist.

Bereits unter Kaiserin Maria Theresia gab es in Schönbrunn Weingärten, die bis heute auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern auf der Riede „Liesenpfenning“ im Orangeriegarten bestehen und von den Winzerinnen und Winzern der „WienWein“-Gruppe als „Gemischter Satz“ gepflegt werden. Reben verschiedener Sorten werden bunt gemischt angebaut; insgesamt 500 Stöcke der Sorten Grüner Veltliner, Riesling, Welschriesling, Neuburger, Weissburgunder, Zierfandler und Rotgipfler.

Nun hat der Gastronom Josip Susnjara, Geschäftsführer des Unternehmens SHI Group, an prominenter Stelle einen Heurigen eröffnet. Im „Kontrollorstöckl“, einem Seitentrakt des Schloss Schönbrunn, zwischen Orangerie und Hauptgebäude, ist der Betrieb beheimatet. Namensgeber des neuen Heurigen ist Kaiser Joseph II., der Sohn Maria Theresias, der den Wiener Weinbauern 1784 erstmals per Dekret den Ausschank des eigenen Weines erlaubte und somit den Grundstein für die florierende Wiener Heurigenkultur legte.

Zeitgemäße Gastronomie mit Wiener Flair

Mit zeitgemäßer will man die Vielfalt der Wiener Weine für heimische und internationale Gäste erlebbar machen und bietet Winzerinnen und Winzern eine neue Präsentationsfläche, die heimische wie internationale Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber gleichermaßen erreicht. Dementsprechend finden sich auf der Karte Positionen bekannter Weinbauern, aufstrebender Newcomer und ambitionierter Nebenerwerbswinzerinnen und -winzer, die allesamt mit viel Liebe zum Produkt und zur Natur Tropfen erzeugen, die weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt sind.

Kulinarisch werden den Gästen Klassiker sowie moderne Interpretationen des Wiener Heurigen von den drei Küchenchefs Thomas Wieland, Horst Hergesell undTristan Kalb serviert. Vom Alt Wiener Suppentopf (6,90 Euro), dem Aufstrichteller (9,90 Euro) oder der Heurigenjause (14,90 Euro) über Schnecken von Gugumuck (13,90 Euro) und sauren Knödel (6,90 Euro) als Vorspeisen gibt es natürlich auch altbekannte und beliebte Klassiker wie Fleischlaberl (7,90 Euro), Schinken- (10,90 Euro) und Krautfleckerln (9,90 Euro) bis hin zu Schweinsbraten (13,90 Euro), Spinatknödel (10,90 Euro) und Blunzngröstl (11,90 Euro). Der klassische Apfelstrudel (4,50 Euro), Eierlikör-Gugelhupf (3,90 Euro) und Weinbeissermousse (5,90 Euro) runden die vielfältige Speisekarte ab.

Starke Historie erfordert behutsame Architektur

Bei der Planung des Weinlokals kommt dem historischen Bezug eine hohe Priorität zu, ebenso dem Status als UNESCO-Weltkulturerbe. Auf einer Nutzfläche von rund 350 Quadratmetern wurden die leerstehenden Räumlichkeiten des „Kontrollorstöckls“ zwischen Orangerie und Hauptgebäude in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt von Architekt Manfred Wehdorn umgebaut. Neben den zwei Gasträumen, die in zurückhaltenden Grautönen mit viel natürlichem Holz und einer großen Schank als Herzstück überzeugen sowie Platz für 100 Personen bieten, stehen zwei Gastgärten mit einer Nutzfläche von 130 Quadratmetern, die Platz für 80 Personen bieten, zur Verfügung. Der Heurige wird sowohl von der Schönbrunner Schloßstraße als auch über den Innenhof, dem sogenannten „Meidlinger Viereckl“, zugänglich sein. Auch während der Schließzeiten des Schlossparks kann „Joseph II.“ besucht werden.

(red)

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