03.10.2019

HGV-Awards im Zeichen grandioser Finalisten

Die 6. Verleihung der HGV-Awards war nicht nur von einem Rekordbesuch geprägt, sondern stand ganz im Zeichen von vier hervorragenden Finalisten und zwei grandiosen Siegern.

Gestern, 2. Oktober, bebte die Szene der Gemeinschaftsverpflegung. Die Verleihung der 6. HGV-Awards stand auf dem Programm und die wichtigsten Proponenten der Branche setzten sich in Bewegung. Ziel war das „Haus der Barmherzigkeit“, in das Peter Zillner, Geschäftsführer von SANA-Catering, lud und für die Award-Verleihung einen vorzüglichen Rahmen mit allem Drum und Dran bot.

Unter mehr als zwei Dutzend Einreichungen wurden durch eine Jury unter der Leitung von Chefredakteur Axel Schimmel vier Finalisten ermittelt, die in das Rennen um die begehrten HGV-Awards gingen. Es ist seit Beginn der Awards ein bewährtes Konzept, in zwei Kategorien je einen Sieger und einen Runner Up zu küren. Denn Verlierer gibt es bei dieser wichtigen Branchenauszeichnung nicht. Dank treuer Sponsoren fahren die Finalisten nicht nur mit Ruhm und Ehre nach Hause, sondern auch mit wertvollen Warengutscheinen. Küchenexperte Electrolux unterstützt seit Beginn den „HGV-Profi des Jahres“, der eine mustergültige Karriereleistung in der GV prämiert. 3.500 Euro erhält der Sieger, 500 der Runner Up.

Die „HGV-Aktion des Jahres“ zeichnet ein erfolgreich angewandtes Konzept oder eine zündende Idee, die erfolgreich in die Praxis umgesetzt wird, aus. C+C-Händler AGM unterstützt diese Initiative Warengutscheinen in der Höhe von 1.500 Euro für den Sieger und 500 Euro für den Runner Up.

Extrem schwierige Entscheidung

Schwierig wie nie zuvor gestaltete sich die Seigerermittlung für die HGV-Awards 2019. Die Kompetenz der Einreichungen war so beeindruckend, das selbst Laudatorin Martina Leising in ihrer Rede meinte: „Am liebsten würde ich allen vier den größten Preis geben, so haben mich die dargebotenen Leistungen beeindruckt.“

Beim HGV-Profi des Jahres ritterten das LKH Graz-Süd unter Küchenleiter Walter Mayer und seinem Kulinarik-Team gegen die Lehrlingsausbildung des KWP Häuser zum Leben unter der Leitung von Robert Guschelbauer und Erich Lobinger. Während die Grazer mit aufopfernden Trainingseinheiten in der Freizeit für ihre Teilnahme an der Kocholympiade 2020 in Stuttgart trainieren, engagiert sich das KWP aufopfernd um die Lehrlingsausbildung. Von den insgesamt hundert Lehrlingen sind gut ein Viertel integrativ und ein weiteres Viertel weist einen schwierigen sozialen Hintergrund auf, was ihnen eine Karriere in herkömmlichen Gastronomiebetrieben oft verbaut. Jeder dieser Konzepte beeindruckte auf seine Art und machte eine Entscheidung umso schwieriger. Letztendlich setzte sich das KWP mit seiner Lehrlingsinitiative durch und wurde mit dem „HGV-Profi des Jahres“ 2019 ausgezeichnet. Walter Mayer nahm es sportlich und versprach, nicht aufgeben zu wollen. Ein gutes Omen für die IKA in Stuttgart.

Der Gast und Patient im Mittelpunkt

Um nichts weniger top präsentierte sich das Niveau der Bewerbungen für die „HGV-Aktion des Jahres“. Heinz Müller, Küchenleiter im Evangelischen Alten- und Pflegeheim in Bad Goisern – 2018 bereits Finalist – bewarb sich mit einem einzigartigen Breikost-Konzept für seine betagten Bewohner. Mit aufopfernder Hingabe und großem Können werden täglich abwechslungsreiche Gerichte auf höchstem Niveau gekocht, die den Bewohnern mit Kau- oder Schluckbeschwerden zumindest noch eine kulinarische Freude bescheren. Die Breikost wird hervorragend angenommen und ermöglicht pflegebedürftigen Menschen einen würdevollen Lebensabend.

Eine Art Teufelskreis durchbrochen hat Andreas Maurer, Küchenleiter im Betriebsrestaurant „Zum Landwirt“ in der Landwirtschaftskammer in St. Pölten. Seit acht Jahren trimmt er die Küche in der LWK auf regionale und saisonale Lebensmittel und Kost. Er ist vom Gütesiegel „Gut zu wissen“ zertifiziert, die die Warenbeschaffung peinlich genau auf österreichische Herkunft überprüfen. Diese Strategie erforderte Mut und Durchhaltevermögen und trug letztendlich Früchte. Wiederum zwei kongeniale Konzepte, die eine Siegermittlung schwermachten. Heinz Müller setzte sich durch und wurde mit der „HGV-Aktion des Jahres 2019“ ausgezeichnet. Überglücklich und mit dem großen AGM-Scheck ausgestattet, trat sein Team wieder die Rückreise ins Salzkammergut an.

Rekordkulisse

Der Saal im Wiener „Haus der Barmherzigkeit“ in der Tokiostraße war nicht nur restlos gefüllt, einige Gäste mussten die Verleihung zur Stehparty machen. Und waren dennoch nicht unglücklich, weil das HGV-Team mit Moderatorin Margaretha Jurik eine kurzweilige, schmissige und schwungvolle Auszeichnungs-Regie im Auge behielt. Jeder Finalist wurde mit einem eigenen Film gewürdigt, was beim Publikum sehr gut ankam und einen guten Eindruck zu den eingereichten Konzepten machte. Neu in diesem Jahr war auch eine noch breiter aufgestellte Entscheidungsfindung der Sieger. Die Konzepte wurden auf dem Online-Portal von HGV PRAXIS (https://stammgast.online/news.html) zum Voting für jedermann online gestellt. Mit über zweitausend Votes landeten die HGV-Awards einen absoluten Quotenhit auf der Plattform. Die nächsten HGV-Awards werden 2020 verliehen.

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