05.08.2020

Höhere Pauschalierung auch für Würstelstände

Der Finanzminister reparierte das im Mai beschlossene Steuerpaket nun auch für Würstelstände, Kebabläden und Imbissbuden, die bislang von einer höheren Pauschalierung ausgenommen waren.

Die im Rahmen des Corona-Gastropakets im Mai beschlossene Erhöhung der Ausgabenpauschalierung von 255.000 Euro auf 400.000 Euro Jahresumsatz galt bisher nur für Betriebe mit mehr als zehn Sitzplätzen. Diese „10-Sitzplätze-Reglementierung“ wurde nun gestrichen. „Der Wegfall der Sitzplatzbeschränkung hilft vor allem den kleineren Betrieben. Damit unterstützen wir auch zahlreiche Wiener Würstelstände, als fixen Bestandteil des Stadtbildes“, so der Finanzminister am heute, Mittwoch (5. August) in einer Aussendung. In Österreich würden rund 800 Imbissbetriebe ohne Sitzplätze von den Steuervereinfachungen profitieren.

Die Ausgabenpauschalierung ermöglicht im Gegensatz zur vollständigen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung eine einfachere Gewinnermittlung sowie einen Wegfall der Betriebsausgabenaufzeichnungen und der Belegsammlung für die pauschalierten Ausgaben. Auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hofft auf einen positiven Effekt für die in der Coronakrise schwer getroffenen Gastrounternehmen. „Die Anhebung der Umsatzgrenzen bei der Pauschalierung aber auch die Erhöhung Grund- und Mobilitätspauschale bringen spürbare Entlastungen für die Betriebe.“

Die türkis-grüne Bundesregierung hatte Mitte Mai angesichts der Corona-Pandemie ein Bündel an Steuererleichterungen für die Gastronomie vorgestellt. Teile, wie die Halbierung der Umsatzsteuer auf alkoholfreie Getränke auf 10 Prozent, gelten nur im zweiten Halbjahr 2020. Andere, wie die ausgeweitete Pauschalierung, sollen dauerhaft gelten.

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