05.08.2021

Hotel Entners beeindruckt als „Haus voller Orte“

Die Erneuerung des Hotels in Pertisau am Achensee ist eine gleichzeitige Neudefinition von Sommerfrische, die von BWM Architekten mit sinnvollen Gedanken hinterlegt ist.

Das Wiener Architekturbüro BWM Architekten beschäftigt sich intensiv mit dem Thema der Wiederentdeckung der Alpen. BWM Architekt Erich Bernard hat bereits zwei Bücher veröffentlicht („Der Traunsee – Der Mythos der Sommerfrische“ sowie „Der Attersee – Die Kultur der Sommerfrische“) und setzt außerdem in seiner Arbeit als Architekt das Thema bei der Planung diverser Projekte um – wie aktuell etwa im Hotel Entners am Tiroler Achensee.

Die Sommerfrische ist aktueller denn je

Allein die Erwähnung des Begriffs „Sommerfrische“ erzeugt Gedankenbilder von üppigem Grün, von satten Wiesen, glasklaren Flüssen und dem erfrischenden Bad im See. „Das Konzept der Sommerfrische ist untrennbar mit dem erholungssuchenden Städter verbunden“, sagt Erich Bernard, „erst durch den Blick des Städters wird aus dem Land eine Landschaft, weswegen auch Sommerfrische und Landschaft aufs Engste miteinander verknüpft sind.“ 

In Zeiten von Klimawandel und Gesundheitskrise sei die Sommerfrische heute aktueller denn je, fährt der Architekt fort. „Es ist ein Trend, den man allerorts in Österreich beobachten kann. Wohin man blickt, ob im Salzkammergut, am Semmering, an den Kärntner Seen oder in Tirol – während des Sommers sind die heimischen Hotels und Restaurants allesamt gut besucht, wenn nicht ausgebucht.“ Gefördert durch ökologisches Bewusstsein gewinnen nahegelegene Destinationen an Attraktivität.  „Nun geht es darum, den leicht antiquierten Begriff der Sommerfrische ins Heute zu holen, dabei aber auch die Nostalgie zu berücksichtigen, die man gemeinhin damit verbindet.“, sagt Erich Bernard.

Entners am See – zwischen Karwendel und Achensee
Ziel der Beherbergungsarchitektur sollte es sein, die Landschaft gewissermaßen ins Innere des Hotels zu holen. So ge­schehen beispielsweise im von BWM Architekten umgestalteten Tiroler Hotel Entners am See, das zwischen den schroffen Bergen des Karwendelgebirges und dem glasklaren Achensee liegt. In den in dunklem Grün gehaltenen Kacheln, Wänden und Decken der Zimmer spiegelt sich der See wider, auf den ein höhergestelltes Bett den Blick freigibt. Zudem ziehen lokale Materialen wie grüner Stein und dunkler Marmor die Natur optisch ins Gebäudeinnere, so das BWM Konzept. Ferner wurden im Zuge eines umfangreichen und in Etappen durchgeführten Refurbishments auch die Gemeinschaftsräume des Hotel Entners am See umgestaltet und ein komplett neuer Spa-Bereich eingerichtet. Mit dem Ziel, ein „Haus voller Orte“ zu schaffen, das dem Gast einerseits Heimeligkeit vermittelt – und ihm andererseits Spannungselemente quer durchs Hotel bietet, sagt Bernard.
(red)

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