28.07.2021

Hotel Gilbert zeigt sein grünes Gesicht

Als Pionierprojekt in der Breite Gasse (7. Wiener Bezirk) setzt das neue Hotel auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit.

Wenn das neue Hotel Gilbert in der Breite Gasse 9 an Stelle des Viennart Hotels im Herbst 2021 eröffnet, dann gibt es schon von außen einiges zu sehen. Die neue Fassade ist aber nicht nur ein Hingucker. Neben der Dachflächenbegrünung und dem Pflanzkonzept der Innenräume ist die begrünte Front ein integraler Bestandteil der Gebäudearchitektur. Und vor allem ein wesentlicher Pfeiler des umfassenden Nachhaltigkeitsgedankens bei Gilbert, der allen Gästen und auch den Stadtbewohnern selbst zugutekommt.

Das Living-Wall-System des holländischen Begrünungsspezialisten Sempergreen wurde vom Wiener Büro Green4Cities geplant und speziell für den Standort in der Breite Gasse angepasst. Ein individueller, ganzjährig grüner Pflanzenmix aus Gräsern, Stauden und Gehölzen sorgt an heißen Sommertagen durch die natürliche Verdunstung für eine Kühlleistung zwischen 250 bis 337 kWh pro Tag. Das entspricht ungefähr der Leistung von fünf Raumklimageräten über den gleichen Zeitraum. In den Fancy Flats, Classy Suites und Epic Lofts von Gilbert ersparen sich die Klimaanlagen so gerade im Sommer eine ganze Menge Arbeit. Die Pflanzen verbessern aktiv die Luftqualität und verringern die Feinstaubbelastung. Sie verringern aber auch Hitzeabstrahlung bei Sonnenschein.

Gemeinsam mit der aktiven Kühlung durch den Verdunstungseffekt ist so für deutliche Abkühlung gesorgt – um bis zu 3° Celsius. Hinter der Pflanzenwand schläft sich’s aber nicht nur aus Temperaturgründen besser: Um rund 10 Dezibel verringert die bepflanzte Gebäudehülle die Lärmbelastung. Der Geräuschpegel wird also –die Skala verläuft exponentiell –halbiert. Für Ruhe ist demnach wirklich gesorgt.

Die Living Wall dagegen kümmert sich fast um sich selbst. Die einzelnen Paneele wurden im Glashaus unter optimalen Bedingungen vorkultiviert und fertig begrünt geliefert. Die Cradle-to-Cradle-zertifizierten Fassadenteile verfügen über eine automatisch gesteuerte Wasser-und Nährstoffversorgung. Dank dieses Systems erhalten die Pflanzen genau das, was sie zum Wachsen benötigen. Das Ganze wird mittels Sensoren überwacht und lässt sich ganz einfach via App kontrollieren und anpassen. So bleiben die Pflanzen das ganze Jahr über gesund und gut versorgt. Nur den Pflanzenschnitt, den übernimmt die Fassade noch nicht von allein. Vor dem Hintergrund global steigender Temperaturen ist besonders im städtischen Umfeld ein Umdenken gefordert. Rund 40 Prozent des europäischen Energieverbrauchs und etwa 36 % der Treibhausgasemissionen stehen mit Gebäuden in unmittelbarem Zusammenhang. Die Fassade speichert etwa 1 kg CO2 pro Quadratmeter im Jahr.

(red)

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