25.03.2020

Hotelbetreiber Marko kritisiert Maßnahmen der Regierung

Ex-Rennfahrer Helmut Marko hat die Beschäftigten seiner Hotels in Graz zur Kurzarbeit angemeldet. Für ihn sind die Maßnahmen der Regierung in diesem Umfang nicht nachvollziehbar.

"Wir haben alle vier Betriebe geschlossen und auf Kurzarbeit umgestellt", sagte der Steirer der Austria Presse Agentur. Die Maßnahmen der Regierung sieht der Red-Bull-Motorsportberater jedoch prinzipiell kritisch. "Ich bin leicht verwundert, was die Leute alles auf sich nehmen und wie sie das alles gelassen hinnehmen", meinte Marko über die weitreichenden Eingriffe ins Privat- und Wirtschaftsleben, die zum Ziel haben, die weitere Ausbreitung der Ansteckungen mit dem Coronavirus einzudämmen.

"Das ist nicht ganz verständlich. Man muss das einfach volkswirtschaftlich betrachten", sagte der Unternehmer und verwies damit auf die ökonomischen Folgekosten des Stillstands.

Seine nun leeren Hotels als Ausweichquartiere anzubieten, falls bei einer Verschlimmerung der Lage im Gesundheitsbereich Ersatzkapazitäten benötigt werden, könne sich Marko zwar vorstellen, im Moment gebe es jedoch keinen Bedarf. "Das haben wir noch nicht in Erwägung gezogen, aber wir sind auf Stand-by", erklärte der 76-Jährige, der zur Risikogruppe der älteren Personen zählt. Neben der Büroarbeit verbringt Marko derzeit viel Zeit in der Natur. "Ich lebe mein strukturiertes Leben", sagte er.

Fragezeichen zum Österreich-Grand-Prix

Stillstand herrscht aktuell auch in der Formel 1, in der Marko die Geschicke der beiden Rennställe Red Bull Racing und AlphaTauri maßgeblich mitbestimmt. "Derzeit gibt es nichts zu sagen. Man muss abwarten", meinte er nur. Vor ein paar Tagen hatte Marko in Interviews noch gemeint, dass der Österreich-Grand-Prix am 5. Juli in Spielberg "sich ausgehen" müsse und alle Marketing-Planungen von Red-Bull-Seite dafür aufrecht blieben.

Bleibt es beim jetzigen Stand, ist das Österreich-Rennen der dritte WM-Lauf in diesem Jahr nach Montreal/Kanada (14. Juni) und Le Castellet/Frankreich (28. Juni). 

(APA/Red)

 

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