19.07.2019

Hoteliers für Aufschub bei neuen Regeln für Online-Zahlung

Ab 14. September müssen sich Kunden bei Online-Zahlungen doppelt „ausweisen“, schreiben neue EU-Regeln vor.

Das sei aber zu früh, weder Kunden noch Firmen seien dafür bereit, Zahlungsausfälle drohen, schreibt die Hoteliervereinigung in einer Aussendung und fordert einen Aufschub. Und sie erhält Unterstützung durch die NEOS, die sich umgehend ebenfalls für einen Aufschub stark machten.

Laut zweiter Zahlungsdiensterichtlinie der EU (Payment Services Directive/PSD2) muss man sich ab 14. September bei elektronischen Zahlungen mit zwei unterschiedlichen Kriterien ausweisen. Dabei stehen drei Kriterien zur Auswahl: ein PIN oder Passwort (den man wissen muss), eine Karte oder ein Smartphone (die oder das man besitzen muss) oder ausgewählte biometrische Kennzeichen (Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Iris, Stimme). Der Doppelcheck mit zwei verpflichtenden Sicherheitsabfragen bei Online-Bezahlvorgängen soll mehr Sicherheit im Zahlungsverkehr bringen.

An diesem Zeitplan festzuhalten sei „unverantwortlich“ meint Walter Veit, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), denn Karteninhaber und Unternehmen seien nicht ausreichend vorbereitet. Das untermauere eine österreichweite Umfrage in der Qualitätshotellerie wonach nur 12 Prozent der Top-Hotels gut informiert seien, die Hälfte habe noch nie davon gehört. Im Branchendurchschnitt würde es noch schlechter aussehen. Von der Umstellung betroffen seien 18 Prozent der Zahlungen.

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