10.01.2018

Hoteliers investieren kräftig

Die ÖHT (Österreichische Hotel- und Tourismusbank) hat erstmals mehr als eine Milliarde Euro an geförderten Krediten vergeben.

 

Die heimischen Hoteliers haben im abgelaufenen Jahr spürbar beherzter in die vorhandenen Fördertöpfe für Investitionen gegriffen als im Jahr davor. „Die Hotel- und Tourismusbank hat ihre Investitionstätigkeit 2017 erstmals über einer Milliarde Euro steigern können“, berichtete der Geschäftsführer der Spezialbank für Tourismusfinanzierung ÖHT, Wolfgang Kleemann, vor Journalisten in Wien.

Das geförderte Investitionsvolumen der ÖHT habe sich gegenüber 2016 um rund 59 Prozent von 662,7 auf 1,1 Mrd. Euro ausgeweitet. Im Jahr 2000 waren es erst 230 Mio. Euro. Die Zahl der finanzierten Projekte erhöhte sich 2017 auf ein Rekordhoch von 1328. Die ÖHT hatte „noch nie eine derart hohe Zahl von Förderanträgen“, sagte der ÖHT-Chef und lobte die Vernetzung der Förderungen von Bund und Ländern. Mit der Investitionszuwachsprämie (IZP) seien 2017 deutlich höhere Fördermittel in den Tourismus gebracht worden. Die Bank hofft nun, dass auch die neue Bundesregierung „klare Investitionsimpulse“ setzen werde. „Wir müssen derzeit noch zuwarten, was sich für die Tourismusförderung ergibt“, so Kleemann. Jedenfalls sei der Tourismus im Regierungsprogramm „prominent vertreten“, so solle etwa „die Tourismusbank gestärkt werden“.

Von der alten Regierung sei die Investitionszuwachsprämie für 2018 bereits beschlossen gewesen, betonte die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Petra Nocker-Schwarzenbacher. „2017 war ein voller Erfolg – innerhalb von sechs Wochen war die Prämie komplett ausgeschöpft“, bewarb die Branchensprecherin ein Weiterführen der Aktion. „Es ist wichtig, in unsere Betriebe zu investieren und die Häuser auf dem letzten Stand zu halten“, so Nocker-Schwarzenbacher. „Das belebt auch die Regionen.“ Studien zufolge würden 60 Prozent der von Tourismusunternehmen getätigten Investitionen in einem Umkreis von 60 Kilometern um den Investitionsstandort „wertschöpfungswirksam“, bekräftigte Kleemann. Es profitieren also auch weitere Betriebe in der Region von zusätzlichen Aufträgen durch die Hoteliers.

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