27.09.2020

Hoteliers: Winterkonzept lässt viele Fragen offen

Das von der Regierung am Donnerstag präsentierte Konzept für den Wintertourismus sei zwar positiv, aber "schnell analysiert", sagt der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, Christian Gratzer. Viele wichtige Fragen seien nämlich unbeantwortet geblieben.

Die Hotliervereinigung wünscht sich etwa Hilfen für Stadt- und Kongresshotels oder Schadenersatz für Einnahmenausfälle durch vorverlegte Sperrstunden. Viele Betriebe in der Stadthotellerie stehen vor der Schließung. Als Akutmaßnahme wünscht sich die Hotelbranche zum Beispiel eine rasche Notifizierung und Verlängerung des Fixkostenzuschusses II (FKZ II) sowie eine Beantragung zeitlich unabhängig vom FKZ I.

Für Corona-Schnelltests sollte es Förderungen geben und für Einnahmenausfälle nach falschen Testergebnissen einen Anspruch auf Schadenersatz. Für Mitarbeiter in Quarantäne sollten die Unternehmen bereits ab dem ersten Tag einen Kostenersatz bekommen, so die ÖHV. Für Unternehmen, deren Geschäftsmodell ohne Apres-Ski nicht funktioniert, werden Überbrückungshilfen gefordert.

Zur finanziellen Absicherung der Betriebe sollten die zinslosen Stundungen der öffentlichen Hand ausgedehnt werden, heißt es im Forderungskatalog weiter. Für größere Arbeitgeber sollte es ein Kreditmoratorium geben. Steuern und Abgaben auf Arbeit sollten gesenkt und die Saisonnier-Kontingente beibehalten werden - so nur ein Teil der ÖHV-Forderungen.

(APA/Red)

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