06.10.2020

Hoteliervereinigung fordert "dringende Akutmaßnahmen"

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) drängt angesichts des coronabedingten Umsatzrückgangs im Tourismus auf "dringende Akutmaßnahmen", damit die Betriebe über die nächsten Monate kommen.

Wie schon mehrmals von der Branche gefordert, braucht es Sofortlösungen beim Fixkostenzuschuss 2 und das angekündigte Kreditmoratorium.  "Das angekündigte Hilfspaket für die Stadthotellerie muss jetzt umgesetzt werden, um Arbeitsplätze zu retten", so ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer in einer Aussendung. "Die Seminar-, Kongress und Stadthotellerie ist schon vor einem halben Jahr vollständig zum Erliegen gekommen und keine Besserung ist in Sicht", sagte Gratzer.

Die Tourismuseinnahmen gingen in den ersten vier Monaten des Sommerhalbjahres laut einer aktuellen Wifo-Schätzung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nominell 31,7 Prozent auf 7,22 Mrd. Euro zurück. Den stärksten Umsatzrückgang gab es in Wien (minus 81,1 Prozent), den niedrigsten in Kärnten (minus 13,7 Prozent). Bundesländer mit vielen inländischen Gästen kamen laut Wifo "vergleichsweise glimpflich davon".

Die Hoteliervereinigung fordert neben der finanziellen Absicherung weitere Schritte zur Corona-Eindämmung und deren Folgeschäden wie behördlich akzeptierte Schnelltests, ein österreichweites Konzept für elektronisches "Contact Tracing" und die konsequente Umsetzung der Corona-Ampel. Außerdem müsse es eine Kampagne geben, dass Skifahren, Hotelaufenthalte und Seminare unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln unbedenklich seien. "Wir müssen raus aus dem Panikmodus hinein in ein effektives Krisenmanagement samt verantwortungsvollem Umgang mit Corona", so der ÖHV-Generalsekretär.

(APA/Red)    

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