05.06.2018

Howard Schultz verlässt Starbucks

Nach 36 Jahren verlässt Howard Schultz die Kaffeehauskette. Es wird über einen Einstieg in die Politik spekuliert. Starbucks betreibt heute 28.000 Filialen weltweit.

 

Der langjährige Starbucks-Chef Howard Schultz will sich komplett aus dem Unternehmen zurückziehen. Er ist seit 1982 für die Café-Kette tätig – und wird am 26. Juni auch das Direktorium verlassen und den Verwaltungsratsvorsitz abgeben. Schultz soll anschließend den Ehrentitel Chairman Emeritus tragen. Die Kaffeehauskette teilte das am Montag nach Börsenschluss mit.

In einem Brief an die Mitarbeiter entfachte Schultz die seit Langem kursierenden Gerüchte über eine möglicherweise bevorstehende Karriere in der Politik wieder an. „Ich denke über eine Reihe an Optionen nach, von der Philanthropie bis zum öffentlichen Dienst“, schrieb Schultz den Starbucks-Angestellten. „Aber ich bin noch weit davon entfernt zu wissen, was die Zukunft bereithält.“

Schultz, 64, gilt als enger Vertrauter von Ex-Präsident Barack Obama und unterstützte im vergangenen US-Präsidentschaftswahlkampf Hillary Clinton. Während Starbucks unter Schultz' Leitung in der EU stets wegen angeblicher Steuertricks in der Kritik stand, positionierte der Manager das Unternehmen in den USA politisch klar – und zwar betont liberal und weltoffen. In seinem Brief schreibt Schultz nun, die Mitarbeiter sollten sich daran erinnern, dass Starbucks dann am besten sei, „wenn unsere Filialen und Büros Orte sind, an denen jeder willkommen ist“.

Schultz gilt als Schlüsselfigur der rapiden Starbucks-Expansion der vergangenen Jahre. Starbucks ist innerhalb von vier Jahrzehnten von einem einzigen Laden in Seattle zu einem Kaffee-Imperium mit über 28.000 Filialen weltweit aufgestiegen. Schultz war zunächst von 1987 bis 2000 Konzernchef, er hatte das Spitzenamt dann abgegeben und 2008 wieder übernommen.

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