02.09.2019

Ibiza-Affäre verzögert Schulneubau

Der Neubau der Tourismusschulen Klessheim in Wals bei Salzburg könnte sich um ein Jahr hinausschieben. Grund: Der Bund hat zugesagte Gelder noch nicht freigegeben.

In manchen Lehrküchen gestaltet sich der Unterreicht bereits schwierig, weil die Herde teilweise gar nicht mehr funktionieren. Entweder glühend heiß oder überhaupt kalt, die technische Infrastruktur an den Tourismusschulen Klessheim, immerhin ein der renommiertesten Ausbildungsstätten in Österreich überhaupt, ist längst schon an ihrem Ende angelangt. Eine Neuinvestition mehr als überfällig.

Kammer, Land und Bund teilen sich die Kosten

Das Neubau-Projekt ist quasi ein prominentes Opfer des abrupten Endes der türkis-blauen Bundesregierung nach dem Ibiza-Skandal. Schulerhalter ist die Wirtschaftskammer Salzburg, die die TS Klessheim neu schon seit vielen Jahren vorantreibt. Unter den Geldgebern wurde auch Einigkeit erzielt. Kammer und Land steuern je ein Drittel bei und auch der Bund, der aber die verbliebenen sieben Millionen Euro aufgrund der Kalamitäten noch nicht freigegeben hat.

Bauverzögerung um ein Jahr?

Damit ist derzeit auch noch unklar, wie lange sich der geplante Neubau verzögert. Das hängt einerseits davon ab, wie schnell sich nach der Nationalratswahl am 29. September eine neue Regierung bildet und andererseits auch davon, wie schnell die neue Regierung das entsprechende Gesetz zur Beschlussfassung in den Nationalrat einbringt.

Erst danach kann das 33 Millionen Euro Projekt der Tourismusschule Kleßheim dann europaweit ausgeschrieben und vergeben werden. Experten rechnen daher mit einer voraussichtlichen Verzögerung des Baubeginns bis 2021. Ursprünglich sollten im Frühjahr 2020 die Bagger auffahren.

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