07.08.2019

Im Zillertal entsteht das Mari Pop Hotel

Im Tiroler Zillertal wird Tradition groß geschrieben, aber es ist auch immer Platz für moderne Konzepte. Aus dem bekannten "Zillertaler Grillhof" machen zwei junge Hoteliers nach einer Übergangsphase mit dem "Pop Down Hotel" nun das "Mari Pop Hotel".

Der Zillertaler Grillhof wurde in den 1970ern von der Familie Rist in Ried im Zillertal als traditionelles Gasthaus eröffnet, daraus entwickelte sich ein beliebtes Ferienhotel. Nach der Übernahme des Betriebs durch Markus Rist (42) und Silvia Gschösser (31) gab es Sanierungspläne. „Bevor wir einen großen Umbau planen und das Hotel langfristig neu gestalten, brauchen wir eine Testphase“, entschieden sich die neuen Gastgeber und machten mit dem „Pop Down Hotel“ das erste Pop-up-Hotel der Alpen. Von Dezember 2017 bis April 2019 hatten Gäste die Möglichkeit, Teil eines einzigartigen Projekts und einer temporären Hotellandschaft zu sein.

Das Ergebnis? „Unsere Gäste sind offen und neugierig – wir können ihnen ‚anders Erleben und Erfahren‘ zutrauen“, so Rist. „Wir nehmen noch viel mehr mit aus der Pop-up-Phase, als wir ursprünglich dachten“, fügt Gschösser hinzu. Das spiegelt sich bereits im Namen und Slogan wieder: Das neue Haus wird nun zum „Mari Pop Hotel“, und aus dem Slogan „Stay a While“ wird ein langfristiges „Stay Forerver“.

Die Eröffnung ist für kommenden Dezember geplant. Auf die Gäste wartet dann ein  moderner, zeitgenössischer Bau mit sowohl Elementen aus dem Zillertaler Grillhof als auch von „Pop Down Hotel“-Zeiten. Denn aus der Geschichte des Hauses und den Erkenntnissen der vergangenen beiden Jahre hat das Hotelier-Paar ein neues, maßgeschneidertes Konzept entwickelt.  

Vom Tal bis zum Gipfel

Rist. „Der moderne Urlaubsgast sehnt sich nach einer möglichst authentischen Reiseerfahrung. Wir wollen für unsere Gäste das Zillertal in allen Facetten erlebbar machen. Die Lage unseres Hauses inmitten des aktiven Tales spielt hierbei eine große Rolle. Der erlebnisorientierte Gast soll das Zillertal und seine Menschen, unsere Kultur, Tradition und Identität kennenlernen – all das wird im Mari Pop Hotel auf unterschiedliche Art und Weise möglich sein.“

Was heißt das nun? Das Mari Pop Hotel umfasst insgesamt 45 Zimmer, aufgeteilt in Haupthaus und Gästehaus. Mit drei Stockwerken, Erdgeschoss und Untergeschoss lässt sich das Haupthaus mit einer Fahrt aus der Stadt, vom Tal, in die Berge bis hin zum Gipfel beschreiben. Gschösser erklärt: „Wenn man den Brettfalltunnel verlässt und sich am Eingang des Zillertals befindet sieht man zum einen bereits die Berge, zum anderen aber noch belebte Wohn- und Gewerbegebiete. Der anreisende Gast und aktive Tourist durchlebt einen fließenden Übergang von Stadt über Land zu absoluter Bergidylle. Das passiert auch bei uns im Mari Pop Hotel: Der Gast kommt im Erdgeschoss an. Das Erdgeschoss erinnert an ein lebendiges, kontrast- und abwechslungsreiches Tal. Ein vitales Tal-Leben bietet Raum für Kultur und Tradition, begrüßt Gäste und Einheimische gleichermaßen und stellt den Gemeinschaftsgedanken in den Mittelpunkt.“

Geht man einen Stock tiefer wird der Kontrast aus Stadt und Land noch verstärkt. Das Untergeschoss ist der urbane Part des Mari Pop Hotels und bleibt der temporäre, sich ständig wandelnde Pop-up-Bereich. Hier finden Kunst, Musik, Literatur und Events ihr Zuhause.

Vieles auf kleinem Raum

Beim Umbau des Hauses bleibt die tragende Grundstruktur erhalten, dabei werden die Zimmer auf dem vorhandenen Raum komplett neu konzipiert. Jedes Zimmer bietet die Annehmlichkeiten einer Suite, das jedoch auf kleinem Raum konzentriert. Alle Zimmer sind fassadenseitig um eine Holzkonstruktion ergänzt, die in ihren kompakten Ausmaßen einiges zu bieten hat: eine Lesenische die zugleich als Zusatzbett Verwendung finden kann, eine Arbeitsnische mit Schreibtisch und eine Fensterfront, die auf den Balkon führt. „Wir haben, ähnlich wie im Bootsbau, viele Funktionen und Qualitäten auf wenig Raum untergebracht. Das ist eine echte Herausforderung, macht aber den ganz besonderen Charme des Mari Pop–Konzeptes aus“, so Bernhard Stöhr, Architekt, Besto ZT GmbH.

Mehr Informationen: www.maripop.at

 

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