06.02.2020

Innovative Zusatzerlebnisse werden immer wichtiger

Die Erfolgsfaktoren für Innovationen rund um die Kernprodukte für den Winterurlaub wurden beim Destination Excellence Circle unter dem Titel „Beyond Skiing“ von Experten des alpinen Tourismus thematisiert.

Etwa 80% der Österreich-Gäste üben im Winterurlaub Sport aus – das bestätigen die Ergebnisse der Gästebefragung T-MONA. Skifahren und Snowboarden sind dabei mit rund 60% die beliebtesten Sportarten. Dieses Kernprodukt gilt es stetig weiterzuentwickeln, es muss aber durch neue Ideen ergänzt werden. Innovation muss dabei immer auf die eigene Marke einzahlen, zusätzliche markenspezifische Angebote bekommen eine zentrale Bedeutung – so lautete der Grundtenor des zweitägigen Destination Excellence Circle in der ice Q Lounge auf über 3.000 Metern in Sölden.

„Erlebniswelten, architektonische oder kulinarische Spitzenangebote, Kunst und Kultur – je besser markenspezifische Innovationen in das Skierlebnis eingebettet sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die Gäste langfristig begeistern und binden lassen“, fasst Markus Webhofer, Managing Partner beim Beratungsunternehmen für Destinationsentwicklung Institute of Brand Logic, das zur Veranstaltung eingeladen hatte, zusammen. Als Best-Practice-Beispiele dienten einerseits die Gastgeber-Location am Gaislachkogl mit 007 Elements und andererseits der SKI plus CITY Pass Stubai Innsbruck, der 13 Skigebiete mit 22 Erlebnisangeboten in und um Innsbruck verbindet. Was diese beiden Angebote eint: Sie bereichern das Skierlebnis in der jeweiligen Destination auf eine Art und Weise, die für den Gast buchungsentscheidend sein kann.

Innovationen aus der und für die Marke

Intensiv diskutiert wurden beim Expertentreffen auch die Thesen, die das Institute of Brand Logic im Hinblick auf die notwendige innovative Weiterentwicklung von Markenangeboten in Tourismusdestinationen formulierte. Demnach bedingen sich Innovation und Marke wechselseitig. Während eine Marke nicht ohne herausragende Angebote entstehen kann, ist eine Innovation umso stärker, je näher sie am Markenkern ist.

„Die Aufgabe von Innovationen ist es, die Führungsrolle der Marke auszubauen. Dabei ist nicht eine einzelne Innovation erfolgsentscheidend, sondern die Dichte vieler Neuerungen, die das Profil der Marke stärkt“, so Philipp Kazianka (Senior Consultant, Institute of Brand Logic). Innovationen dürften in diesem Sinne nie beliebig sein – auch technische und digitale Entwicklungen allein reichen nicht aus, um eine nachhaltige Resonanz zu erzeugen. Nur ständige Weiterentwicklung am Puls der Zeit sichert die Vorreiterrolle in definierten Kernsegmenten. Auf diese Weise gelingt es Destinationen, ihren spezifischen Charakter in den Köpfen der Gäste zu verankern und sich damit nachhaltig vom Wettbewerb abzuheben.

Bergerlebnisse fürs ganze Jahr

„Neue Angebote und Innovationen im Sommer werden zudem immer buchungsentscheidender. Die ganzjährige Attraktivität des Bergerlebnisses ist heute von zentraler Bedeutung für die langfristig erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung einer Region“, zeigten sich die Experten einig. Beispielhaft ist dies etwa am Kronplatz in Südtirol gelungen. Mit dem Messner Mountain Museum und dem Lumen Museum für Bergfotografie wurden in den letzten Jahren innovative Attraktionen geschaffen, die vor allem im Sommer Gäste auf den Berg locken und im Winter den Skifahrern als attraktive Zusatzangebote dienen.

Gesellschaftliche Themen wie Mobilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Sicherheit und Convenience werden den Wettbewerb der nächsten Jahre und damit die Positionierung von Destinationen zusätzlich ganz entscheidend prägen.

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