17.07.2020

Insolventes Familienskigebiet Forsteralm wird fortgeführt

Die laut Sanierungsverfahren angestrebte Fortführung des insolventen oberösterreichischen Familienskigebiets im Bezirk Steyr-Land ist gesichert, nachdem das Land Oberösterreich eine Finanzspritze zugesichert hat. Anfang der Woche wurde mit den betroffenen Gläubigern eine Einigung erzielt.

Ursache der Zahlungsunfähigkeit der Forsteralm war laut Gläubigerschutzverband KSV1870 ein massiver Umsatzeinbruch aufgrund des schneearmen und warmen Winters in der Saison 2019/20. Mitte April wurde beim Landesgericht Steyr ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, das nun abgeschlossen wurde. Die interkommunale Gesellschaft "Ennstal-Ybbstal Infrastruktur GmbH" übernimmt das Anlagevermögen der privaten Betreibergesellschaft wie etwa die neu gebaute Flutlichtanlage oder den Maschinenpark.

"Damit kann die Gläubigerquote bedient werden und der Liftbetrieb ist gesichert", berichtete der oberösterreichische Nationalratsabgeordnete Johann Singer (ÖVP). In den kommenden Wochen werde die künftige Betriebsstruktur entwickelt.

"Dadurch bleibt für die Menschen in der Region eine wichtige Sportstätte erhalten. Familienskigebiete wie die Forsteralm sind wichtige touristische und auch sportliche Nahversorger und daher dem Land OÖ auch ein großes Anliegen", begründete Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) die finanzielle Unterstützung, deren Höhe noch nicht feststeht. Die künftigen Betreiber müsse erst festlegen, welche Gerätschaften aus dem Anlagevermögen herausgekauft werden sollen, meinte Singer, der auch Geschäftsführer der "Ennstal-Ybbstal Infrastruktur GmbH" ist.

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